Fr, 15. Dezember 2017

Geglückter Werbegag

29.10.2009 13:00

KFC-Maskottchen schleicht sich in UN-Hauptquartier ein

Wie eine schlechte PR-Aktion laufen kann, hat am Wochenende ein Mobilfunk-Anbieter in Lettland gezeigt: Ein vorgetäuschter Meteoriteneinschlag (siehe Infobox) sorgte für wütende Reaktionen. Schlauer hat sich jetzt Hähnchenbrater KFC angestellt. Die Fast-Food-Kette schleuste ihr Maskottchen ins UN-Hauptquartier ein. Dort kam es sogar zu einem gemeinsamen Foto mit dem - unwissenden - Präsidenten der Vollversammlung (Bild).

Colonel Sanders wird der betagte Herr genannt, dessen Antlitz die Filialen der amerikanischen Fast-Food-Kette "Kentucky Fried Chicken" ziert. Er war der Gründer des Unternehmens und ist bereits vor 28 Jahren verstorben. Doch das hinderte die Firma nicht daran, für eine Werbeaktion ein Double des Maskottchens in den Hochsicherheits-Bereich des UN-Hauptquartiers in New York einzuschleusen, wie jetzt US-Medien berichteten.

Noch ist unklar, wie der verkleidete Schauspieler sämtliche Sicherheitskontrollen passieren konnte, sodass er plötzlich vor dem Präsidenten der Vollversammlung, Ali Abdussalam Treki, stand. Es kam zu einem kurzen Händedruck, der von Fotografen festgehalten wurde. Erst als die Medienvertreter anmerkten, dass es sich bei Trekis Gegenüber wohl kaum um einen honorigen Politiker handele, schritten die Sicherheitskräfte ein.

Aufnahme in die UNO beantragt
Hintergrund der Aktion ist eine Werbekampagne des Unternehmens, die unter dem Motto "Grilled Nation" steht. Die virtuelle Republik forderte bereits in einem Brief an UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon die Aufnahme in den Staatenbund - die aber natürlich abgelehnt wurde. Mit dem Eindringen ins Hauptquartier wurde nun offenbar eine weitere Stufe der Aktion gezündet.

Während Amerika ob des dreisten Coups lacht, findet die UNO den Vorfall überhaupt nicht komisch. Derzeit werde geprüft, ob gegen die Firma rechtliche Schritte eingeleitet werden, so ein Sprecher. 

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