Do, 19. April 2018

Experte skeptisch

06.04.2018 06:20

Mühlviertler beobachtete vier Wölfe bei Hetzjagd!

„Ich habe vier Wölfe beobachtet. Sie haben um Viertel nach sechs in der Früh ein Reh in die Mitte genommen und gejagt. Einer der Wölf war fast schwarz“, berichtet Ferdinand Tschernitz (71), Naturschutzorgan aus Haslach, von seiner spektakulären Sichtung. Der Bundeswolfbeauftragte Georg Rauer ist aber skeptisch.

„Ich bin seit 30 Jahren Naturschutzorgan, ich weiß, was ich sehe. Es war um 6.15 Uhr früh in der Nähe der Gemeinde St. Stefan. Ich habe beobachtet, wie links und rechts von dem Reh je zwei Wölfe gelaufen sind. Die haben das richtig gehetzt. Ob sie es erwischt haben, weiß ich nicht, weil alle dann im Wald verschwunden sind“, berichtet Ferdinand Tschernitz aus Haslach von seiner Wolfssichtung: „Die Leute wissen gar nicht, was im Wald los ist. Bei uns heroben habe ich auch schon Wildkatzen und Waschbären beobachtet.“

Jägerschaft weiß nur von wenigen Fährten
Der Rohrbacher Bezirksjägermeister Martin Eisschiel erfuhr von der „Krone“ von der Wolfssichtung: „Davon ist bei uns noch nichts bekannt. Wir wissen aber von den Förstern, dass ganz oben im Bezirk, zwischen Schwarzenberg und Ulrichsberg, heuer im Winter mehrmals Wolfsfährten gesehen wurden.“

Bundesweit soll es etwa zwanzig Wölfe geben
Der Wolfsbeauftragte Georg Rauer schätzt die bundesweite Anzahl von Wölfen auf etwa 20 Tiere. Er ist relativ skeptisch, was die Haslacher Sichtung angeht - sowohl was die Anzahl der Wölfe als auch was deren Färbung betrifft. Schwarze Timberwölfe gibt es nämlich vorwiegend in Nordamerika. Der Experte schließt aber auch nicht aus, dass Tschernitz recht hat.

Christoph Gantner, Kronen Zeitung

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