Mo, 23. April 2018

Bilanz für Tirol:

06.04.2018 07:08

Mehr Anzeigen bei Verhetzung und Terror

9098 Anzeigen bedeuten einen Anstieg von 2,16 Prozent bei der schweren Kriminalität - diese Bilanz zog gestern die Oberstaatsanwaltschaft Innsbruck über das Vorjahr. Beim Thema Einsparungen sieht die Leiterin Brigitte Loderbauer „dramatische Zeiten“ kommen.

Auffällig nannte Loderbauer die Anzeigen beim Verbotsgesetz (Zuwachs auf 86 Fälle), bei Verhetzung (nun 37 Fälle) und bei terroristischen Straftaten (Anstieg von 17 auf 28). In punkto Terrorismus handelte es sich zum Glück um Straftaten im Ausland - „etwa der Anschluss an die Taliban“, nannte Loderbauer ein Beispiel. Auch das erste Quartal 2018 bestätigt den genannten Trend.

Umtriebe in sozialen Netzwerken
Für Zuwächse bei Verhetzung und dem Verbotsgesetz sorgen die Umtriebe mancher Zeitgenossen in sozialen Netzwerken. Immer wieder landen Tiroler auf der Anklagebank, die hemmungslos über Hitler oder KZ’s schwadronieren. Angesprochen auf die Einsparungen im Justizressort betonte Loderbauer, dass man personell ohnehin „am Limit“ sei: „Weitere Stellenkürzungen in den Kanzleien bedeuten einen Qualitätsverlust und längere Dauer der Verfahren.“

Mehr Polizisten, mehr Arbeit für die Justiz
Die Oberstaatsanwaltschaft geht außerdem davon aus, dass die geplante Personalerhöhung bei der Polizei auch der Justiz mehr Arbeit bescheren dürfte. Derzeit sei die Situation in Tirol aber noch befriedigend: Nur 218 der rund 9000 jährlichen Fälle waren zuletzt mehr als sechs Monate lang anhängig, der Schnitt betrage 2,2 Monate.

Andreas Moser
Andreas Moser

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