Fr, 20. April 2018

Duell in Moskau

05.04.2018 14:32

ÖTV-Davis-Cupper als Außenseiter gegen Russland

Russland ist im Davis-Cup-Duell mit Österreich am Freitag und Samstag in Moskau klarer Favorit. ÖTV-Daviscup-Kapitän Stefan Koubek nominierte Sebastian Ofner und Dennis Novak für die Einzel, Philipp Oswald und Jürgen Melzer spielen im Doppel. „Natürlich sind wir klarer Außenseiter“, erklärte Koubek vor dem Zweitrunden-Spiel der Europa/Afrika-Zone I.

Die Russen treten in der Luschniki-Halle mit drei jungen Top-50-Spielern der Weltrangliste an. Zum Auftakt spielt Novak (ATP-195.) gegen Andrej Rublew (35.), Ofner (141.) bekommt es im neuen „best of three“-Modus mit Daniil Medwedew (49.) zu tun. Karen Chatschanow (40.) spielt gemeinsam mit Jewgenij Donskoj (85.) im Doppel.

Koubek hat nach dem Training am Mittwoch „nach Bauchgefühl“ entschieden, Jürgen Melzer in dessen 73. Daviscup-Begegnung nicht im Einzel, sondern im Doppel einzusetzen. Der Kärntner weiß um die Schwere der Aufgabe. „Die Russen haben ein unglaublich gutes, junges Team. Aber gerade im best-of-three kann alles passieren, wenn man einen guten Start erwischt“, betonte Koubek. Der Gewinner spielt im September um den Aufstieg in die Weltgruppe, für den Verlierer ist die Saison zu Ende.

Sebastian Ofner will sich vor seinem Davis-Cup-Debüt nicht mehr unter Druck setzen als in einem Turniermatch. „Ich werde wie in jedes andere Match reingehen“, sagte der 21-Jährige. „Der Druck liegt eindeutig bei den Russen, sie sind haushoher Favorit.“ Der Steirer hatte im Vorjahr bei seinen Vorstößen in die dritte Runde in Wimbledon (als Qualifikant) und ins Halbfinale von Kitzbühel jeweils Top-50-Spieler geschlagen. „Sebastian kann mit der Situation gut umgehen“, sagte Koubek.

Novak hat bereits vier Davis-Cup-Partien absolviert (Bilanz 2:2). Der 24-jährige Niederösterreicher fühlt sich auf dem Hardcourt wohl und hofft, rasch in die Partie zu finden. „Der neue Modus auf zwei Gewinnsätze kommt dem Außenseiter entgegen, der vorne weg spielen kann“, sagte Novak. „Das Gute ist, dass die Russen als Favoriten vor eigenem Publikum gewinnen müssen. Das schiebt den Druck auf ihre Seite.“

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