Mo, 11. Dezember 2017

Ryanair-Boss ätzt

29.10.2009 10:05

"Wir brauchen das miese Service in Schwechat nicht"

Um 20 Prozent auf durchschnittlich 32 Euro je Ticket hat Ryanair heuer die Preise reduziert, ab Donnerstag gibt es sogar 500.000 Gratisflüge. Damit will es Airline-Boss Michael O’Leary in fünf Jahren zur größten Fluglinie Europas schaffen. Nur Wien steht nicht auf dem Plan, denn hier seien die Gebühren viel zu hoch.

„Der Flughafen Wien braucht uns mehr als wir ihn“, so O’Leary gewohnt vollmundig (siehe auch unten stehende Zitate). In Österreich bleibt es daher bei Linz, Graz, Klagenfurt und Salzburg (ca. 500.000 Passagiere). Stattdessen füllt man die Lücke nach der SkyEurope-Pleite und will Bratislava stark ausbauen. Generell begünstigt die Krise Billigflieger.

"Bald 100 Millionen Passagiere"
Ryanair will von heuer 67 Millionen auf 100 Millionen Passagiere wachsen. Profitabel ist man ab 26 € Durchschnittserlös pro Ticket, daher sollen die Kosten durch Ideen wie eine WC-Gebühr oder den Ersatz einiger Sitzreihen durch Stehplätze gedrückt werden.

Hier die besten Sager des Ryanair-Chefs:
„Wenn das Ticket nur drei Euro kostet, würden bestimmt viele auch gerne einen Stehplatz nehmen. Wenn man sie dicht packt, fällt auch keiner um, und wenn sie nahe bei einer hübschen Frau sind, kann es auch sehr nett sein.“

„Natürlich verlieren wir bei Gratis- oder Fünf-Euro-Tickets Geld. Aber vielleicht kauft sich einer ja einen Kaffee oder bucht ein Hotel über uns, und es ist jedenfalls besser als leere Sitze.“

„Wenn mir jemand sagt: ,Hey, wenn die Toilette etwas kostet, dann gehe ich am Flughafen aufs WC‘, dann sage ich: Wunderbar, genau das will ich ja!“

„Ich brauche am Wiener Flughafen die miesen Busse nicht, die teure Abfertigung nicht, und die Schalter könnt ihr auch wegräumen.“

„Ich pfeife auf die Umwelt, das ist nur Mittelklasse-Mist. Ich pfeife auf Konkurrenten, die interessieren mich nicht, und ich pfeife auf Politiker, die sind alle korrupt.“

AUA mit riesigem Verlust
Unterdessen wurde bekannt, dass die AUA immer tiefer in die roten Zahlen schlittert. Unfassbare 242,3 Millionen Euro Verlust - also fast eine viertel Milliarde - hat der ehemalige Staatsbetrieb allein in den ersten neun Monaten dieses Jahres angehäuft. Fast schon lächerlich wirkt da das Gesamtdefizit des Vorjahres, das bei "nur" 65,1 Millionen Euro gelegen hatte. Das Rekordminus ist vor allem auf Umstrukturierungsmaßnahmen zurückzuführen.

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