Sa, 18. November 2017

Fit für den Winter

28.10.2009 13:59

100 Millionen Euro in die Region Ski Amadé investiert

Der offizielle Startschuss für die heurige Wintersaison fällt zwar erst am kommenden Sonntag, in der größten heimischen Skiregion Ski Amadé laufen einige Lifte jedoch schon seit 17. Oktober. Die 22 Seilbahnunternehmen von Ski Amadé haben sich für diesen Winter mit einer 100-Millionen-Euro-Investition in Infrastruktur, Komfort und Beschneiung gerüstet. Das entspricht einer Steigerung von 28 Prozent im Vergleich zum Winter 2008/2009.

Die Erwartungen für heuer sind "vorsichtig optimistisch". "Wenn wir im Fünfjahresschnitt bleiben, sind wir mehr als zufrieden", sagte Ski-Amadé-Präsident Rudolf Egger am Mittwoch. Es müsse nicht jeder Winter ein Rekordwinter werden.

Acht Millionen Euro weniger Umsatz?
Egger rechnet mit einem Umsatz von 170 Millionen Euro und 7,1 Millionen Skitage. Im Winter 2008/09 hatten die Seilbahnunternehmen 178 Millionen Euro umgesetzt und 7,5 Millionen Skitage verzeichnet. "Mit diesem Ergebnis haben wir vor einem Jahr nicht gerechnet, unsere Erwartungen wurden mehr als übertroffen", so Egger. Beim Umsatz habe man den bisherigen Höchstwert von 174,6 Millionen Euro in der Saison 2007/08 sogar übertroffen. Der Produktionswert des Wintertourismus in der Region lag bei knapp einer Milliarde Euro.

Auf Nahmärkte setzen
Aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen will die Skiregion heuer verstärkt auf die Nahmärkte setzen und diese in Printwerbungen, Infoscreens sowie in Kooperationen mit den Touristikern bewerben. Besonders Gäste aus Wien und Umgebung sollen gewonnen werden, sagte Egger.

Immer mehr Gäste aus dem Osten
In der vergangenen Wintersaison verzeichnete die Skiregion mit ihren 25 Skiorten rund um Schladming-Dachstein, Gastein, Hochkönig, Großarltal und Salzburger Sportwelt 6,8 Millionen Nächtigungen, um rund zwei Prozent weniger als in der Saison davor. Den größten Zuwachs gab es mit rund sechs Prozent bei Gästen aus Mittel- und Osteuropa. Touristen aus dieser Region waren mit rund 755.000 Übernachtungen bereits die drittstärkste Gästegruppe und sollen künftig weiter zulegen.

Deutschland weiterhin wichtigster Markt
Wichtigster Markt war aber nach wie vor Deutschland (2,5 Millionen Nächtigungen), auch wenn die Zahl der Übernachtungen um rund fünf Prozent abnahm. Auch heuer rechnet Egger mit leichten Rückgängen am deutschen Markt. Die Erklärung: Wichtigstes Einzugsgebiet sei der Ruhrpott, in dem es seit der Krise viele Arbeitslose gebe, weil das Gebiet sehr industrielastig sei. Insgesamt sei die hohe Arbeitslosigkeit in Deutschland ein Problem, das sich in Österreichs Skigebieten in gesunkenen Gästezahlen bemerkbar mache.

Starker Euro schlecht für britische Urlauber
Die Zahl der Österreicher selber blieb im Vorjahr mit rund zwei Millionen Nächtigungen stabil und soll es auch heuer bleiben. Größte Sorgen bereiten den Touristikern derzeit die britischen Urlauber. Die Abwertung des Pfund gegenüber dem Euro mache den Winterurlaub für Engländer unerschwinglich, wodurch den Betrieben ein wichtiger Markt verloren gehe. Im Winter 2008/09 sind die Nächtigungen in der Ski-Amadé-Region um 19 Prozent auf rund 161.000 Übernachtungen massiv eingebrochen. Dieser Negativtrend dürfte sich heuer fortsetzen.

1.400 Mitarbeiter in der Region
Im Fünf-Regionen-Verband gibt es 270 Lift- und Seilbahnanlagen, rund 5.400 Beherbergungsbetriebe, 91.200 Gästebetten und 267 Skihütten beziehungsweise Bergrestaurants. Die Skiregion beschäftigt 1.400 Mitarbeiter, 550 davon ganzjährig.
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