Mi, 25. April 2018

Finanzkriminalität

04.04.2018 09:23

Deutsche Bank fordert strengere Regeln für Bitcoin

Die Deutsche Bank fordert strengere Regeln für Bitcoin & Co. „Finanzkriminalität und Cyberkriminalität verschmelzen immer mehr und sind bereits heute kaum noch voneinander zu trennen“, schrieb Philippe Vollot, der Leiter der Abteilung gegen Finanzkriminalität, in einem Gastbeitrag für das „Handelsblatt“.  Kryptowährungen etwa würden nicht der gleichen Regulierung und den gleichen Kontrollen wie traditionelle Zahlungsmittel unterliegen. Dadurch sei ein nahezu anonymer weltweiter Transfer hoher Geldsummen möglich.

„Hiermit sollten sich Regierungen und Aufsichtsbehörden intensiv auseinandersetzen und sicherstellen, dass für Kryptowährungen die gleichen Regeln zum Schutz vor Finanzkriminalität gelten wie für traditionelle Zahlungslösungen“, forderte Vollot. Der Manager ist auch dafür, im Bankgeschäft Roboter-Technologien und künstliche Intelligenz einzusetzen, um verdächtigen Geschäften auf die Schliche zu kommen. Damit reiht sich Vollot in einen Kanon von vielen Stimmen ein, die eine stärkere Kontrolle von Kryptowährungen verlangen. Globale Regeln sind vorerst allerdings nicht in Sicht. Bei ihrem jüngsten Treffen in Argentinien hatten die Finanzminister und Notenbankchefs führender Industrie- und Schwellenländer (G-20) keine konkreten Maßnahmen zur Regulierung beschlossen.

„Keine Währung, sondern hochspekulative Produkte“
Deutsche Verbraucherschützer hatten sich erst in der Vorwoche für strengere Vorschriften für Krytpowährungen stark gemacht. „Kryptowährungen, hinter denen im Kern eine Geldanlage steht, sollten nicht aktiv im Beratungsgespräch Privatanlegern verkauft werden“, sagte Dorothea Mohn, Leiterin des Finanzmarktteams des Verbraucherzentrale Bundesverbandes der Deutschen Presse-Agentur. „Sie sollten aber auch nicht beworben werden, wie das heute der Fall ist.“ Bitcoin würden als Währung angepriesen, tatsächlich handle es sich aber um hochspekulative Produkte. Dessen müssten sich Anleger bewusst sein, warnte die Verbraucherschützerin. „Wer trotzdem Geld in Kryptowährungen steckt, sollte von möglichen Verlusten nicht überrascht sein.“

 krone.at
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