Sa, 21. April 2018

Kein Mordverdacht

03.04.2018 17:02

Der Tote in der Tonne: Richter blitzt bei OLG ab

Silvia M. (61) wird bald im Landesgericht Salzburg mit dem Vorwurf der Körperverletzung mit Todesfolge konfrontiert werden. Der vorsitzende Richter hatte, wie berichtet, einen Mord-Verdacht geortet und das Oberlandesgericht mit einer Prüfung beauftragt. Ergebnis: Es bleibt bei der Anklage des Staatsanwaltes.

In erster Linie ging es Richter Christoph Rother um die Frage der Zuständigkeit: Schöffen oder Geschworene. Für diese Beurteilung ist aber allein die Anklage der Bezugspunkt, entschied das Oberlandesgericht Linz. Daher „scheitern die geäußerten Bedenken schon an formalen Gründen“. Bedeutet: M. wird sich dem von Staatsanwalt Alexander Winkler erhobenen Vorwurf der Körperverletzung mit tödlichem Ausgang stellen müssen. Strafrahmen: 1 bis 15 Jahre Haft. „Erwartungsgemäß“, befindet Pflichtverteidiger Hans Eder.

Im Prozess kann sich aber noch vieles ändern

Dennoch: Eine Änderung des Vorwurfs in Richtung Mord-Verdacht wäre bei entsprechenden Beweisergebnissen noch im Rahmen der Verhandlung möglich. Ein Termin für den Prozess ist aber noch offen.

Intensive Liebesbeziehung endete mit plötzlichem Tod

In dem Fall geht es um den Tod von Heinz P. (73), Ex-Fliesenlegermeister aus Mattsee. Sein lebloser Körper wurde Ende Juni 2017 in einer grünen Abfalltonne, die in seiner Garage stand, entdeckt. Sofort wurde seine Geliebte, Silvia M., verhaftet - seither ist die Deutsche in U-Haft. Die 15-fach Vorbestrafte gab dem Senior sechs Schlaftabletten - danach wachte er nicht mehr auf.

Antonio Lovric
Antonio Lovric

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