Mi, 25. April 2018

„Don‘t Smoke“

03.04.2018 12:48

Für Volksabstimmung fehlen 317.000 Unterschriften

Trotz der hohen Anzahl an Unterschriften geben sich ÖVP und FPÖ weiterhin unbeeindruckt: Am Mittwoch endet um 10 Uhr die Eintragungsfrist für das Anti-Raucher-Volksbegehren von Ärztekammer und Krebshilfe. Obwohl danach noch eine Woche lang unterschrieben werden kann, droht die Initiative zu scheitern. Immerhin fehlen noch fast 320.000 Unterstützer.

Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ), der als Verteidiger der Raucher gilt, hat die Latte hoch gelegt: Wenn das laufende Volksbegehren gegen das Qualmen in der Gastronomie von 900.000 Österreichern unterschrieben wird, könne er sich eine Volksentscheidung vorstellen. Auch in einer vom Linzer IMAS-Institut für die „Krone“ erstellten Umfrage gaben 70 Prozent von 1000 Befragten an, der Politik die Entscheidung abnehmen zu wollen. Die absolute Mehrheit will selbst über den Qualm in den Wirtshäusern entscheiden.

Wiener sehr motiviert
Bis Dienstagfrüh haben exakt 572.668 Österreicher eine digitale oder persönlich unterschriebene Unterstützungserklärung für die Kampagne abgegeben - wobei eine Stadt besonders hervorsticht: In Wien klappte die Mobilisierung am besten, belegen der „Krone“ vorliegende Zahlen. Hier haben exakt 114.913 Wahlberechtigte (zehn Prozent) unterschrieben, in Salzburg war die Motivation am schlechtesten. 29.316 haben dort zwar unterschrieben, das sind aber nur 7,4 Prozent der Wahlberechtigten. Im Mittelfeld liegen alle anderen Bundesländer - außer Oberösterreich, wo sich 9,6 Prozent der wahlberechtigten Bevölkerung gegen das Qualmen in der Gastronomie ausgesprochen haben.

Rauchverbot bis 18
Übrigens: Mit der Aufhebung des Qualmverbots wurde versprochen, das Rauchen künftig erst ab 18 Jahren zu gestatten. Wobei: Dafür sind die Bundesländer zuständig. Und laut aktueller Auskunft ziehen sich die Änderungen der einzelnen Jugendschutzgesetze noch in die Länge.

Kronen Zeitung

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