Di, 17. Oktober 2017

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27.10.2009 16:58

Quelle-Chef Binder verhandelt bereits mit Interessenten

Quelle-Österreich-Chef Wolfgang Binder (siehe Bild) verhandelt seit Dienstag mit "Dutzenden Interessenten", die es für das Versandhaus geben soll. Von seinem Büro wird er ständig mit den neuesten Bestellzahlen versorgt, die den Erfolg zeigen. Er muss damit gegen trübsinnige Falschmeldungen aus Deutschland ankämpfen.

Neben dem erfolgreichen Geschäft in Österreich hat Binder auch den Zukunftsmarkt in Osteuropa zu bieten, der insgesamt 600 Millionen Euro Umfang und Zuwachsraten bis 25 Prozent hat. Damit hofft er, einen Investor für eine "Gesamtlösung" zu gewinnen – denn eine Abkoppelung der positiven Quelle Österreich von der insolventen deutschen Mutter würde bis zu acht Monate dauern. Eine Frist, die neue Eigentümer kaum durchstehen könnten.

SP-Chef Josef Ackerl erneuerte daher am Dienstag seine Forderung, dass der Bund der Quelle bei einer "Abnabelung" helfen soll. Eine Haftung des Landes  kann sich auch LH Josef Pühringer vorstellen.

Wunschpartner für Quelle Österreich wäre kein "strategischer Partner", also ein anderer Versand, der die Strukturen in Linz mit 1.000 Mitarbeitern nicht bräuchte, sondern ein reiner Finanzinvestor, für den es wichtig ist, dass die Quelle so, wie sie ist, gewinnbringend arbeitet.

Sorgen bei Linzer Belegschaft
Der derzeitige Kundenzuwachs ist positiv, negative Meldungen aus Deutschland machen der Linzer Belegschaft aber Sorgen: Wegen des Abverkaufs bei der deutschen Quelle wird auch von Lieferengpässen bei den Töchtern gemunkelt. "Eindeutig Falschmeldungen", kann Binder angesichts voller Lager in Linz versichern.

Bei deutschem Gejammer sind die Quelle-Leute aber gebrannte Kinder: Ähnliche Meldungen führten zum Bestell-Rückgang in Deutschland – und erst das hat die deutsche Quelle ruiniert.

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