Mo, 23. April 2018

Tragödie in Indien

02.04.2018 13:14

Von Affe verschleppt: Neugeborenes tot gefunden

Was sich anhört wie ein verspäteter und noch dazu schlechter Aprilscherz, soll sich in Indien wahrhaftig zugetragen haben: Ein Affe hat ein Baby verschleppt, das Kind starb daraufhin. Die Leiche des 15 Tage alten Buben wurde am Sonntag in einem Brunnen im ostindischen Dorf Talabasta entdeckt, wie die Polizei am Montag mitteilte. Ein Affe hatte sich das Kind den Angaben zufolge am Samstag geschnappt, als es neben seiner Mutter schlief, und war mit ihm davongelaufen.

So hat es die Mutter geschildert, und die Behörden werteten dies als glaubhaft. Rund 2000 Bewohner des Ortes sowie Polizisten und Förster suchten das Baby, bis Angehörige es in einem Brunnen nahe dem Haus der Familie fanden. Der Affe könne das Kind fallen gelassen haben, sagte ein Polizeisprecher. Eine Autopsie solle die Todesursache klären.

Wachsende Affenpopulation wird zum Problem
Wütende Anrainer demonstrierten am Sonntag vor dem örtlichen Büro der Forstbehörde. Sie riefen die Beamten auf, die stetig wachsende Affenpopulation in der Gegend, die in der Nähe mehrerer Waldgebiete liegt, unter Kontrolle zu bekommen. Das Problem gibt es in Indien auch in größeren Städten, weil Wälder schrumpfen, sodass die Tiere - meist Makaken - anderswo nach Nahrung suchen.

Affen stehlen Essen aus Händen
In der Gegend um das Dorf Talabasta im Bundesstaat Odisha, wo die Tragödie passierte, stehlen die Primaten dem Polizeisprecher zufolge den Menschen Essen aus den Händen und sogar aus ihren Kühlschränken. „Jetzt gerade sind 20 bis 25 Affen auf dem Dach meines Büros“, erzählte er.

 krone.at
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