Do, 26. April 2018

Erneut Mordalarm in NÖ

29.03.2018 17:06

Frau in Hollabrunn getötet: Verdächtiger in Haft

Erneut Mordalarm in Niederösterreich: Nachdem am Dienstagabend die Leiche einer zweifachen Mutter in Schwechat gefunden wurde, kam es am Donnerstag im Bezirk Hollabrunn zur nächsten Bluttat. Eine 49-jährige Frau wurde getötet, für ihren Ehemann (55) klickten bereits die Handschellen.

Der Schauplatz der Tat liegt laut Polizei in Waitzendorf in der Gemeinde Schrattenthal im Bezirk Hollabrunn.

Die Frau wurde nach Angaben von Polizeisprecher Raimund Schwaigerlehner erstochen. Es kam bereits zu einer Festnahme, der tatverdächtige Ehemann hatte selbst die Rettung verständigt. Er stellte sich und zeigte sich in der Einvernahme geständig. Die Frau hatte offenbar die Scheidung geplant, das dürfte die Bluttat ausgelöst haben. Das Messer wurde sichergestellt. Die eerwachsenen Kinder des Paares wohnten nicht mehr in dem Haus im Weinviertel.

Zweite Bluttat mit Stichwaffe in Niederösterreich
Es war bereits die zweite schreckliche Bluttat binnen weniger Tage in Niederösterreich, bei der eine Stichwaffe im Spiel war. Am Dienstagabend war die Leiche der 33 Jahre alten zweifachen Mutter Sabine L. in ihrer Wohnung in Schwechat aufgefunden worden. Der beschuldigte Lebensgefährte habe angegeben, dass er am Montagvormittag die gemeinsamen Kinder für einen Urlaub im Waldviertel abgeholt habe.

Während das Mädchen (3) und der Bub (5) mit der neuen Partnerin bereits im Auto warteten, sei es im Zuge eines Gesprächs zu einem Streit über die Obsorge gekommen. Die 33-Jährige habe dabei mit einem Messer auf ihn einstechen wollen, gab der Mann zu Protokoll. Bei einer Abwehrbewegung habe er sich am linken Zeigefinger verletzt. Er habe der Frau dann das Messer entrissen und mehrmals auf sie eingestochen - einmal in die Brust, viermal in den Rücken, sagte Michael Renghofer vom Landeskriminalamt Niederösterreich am Donnerstagnachmittag.

Die Verletzung habe der Beschuldigte vor seiner neuen Lebensgefährtin auf der Fahrt in den Urlaub verheimlichen können. Er habe den Finger später im Landesklinikum Amstetten behandeln lassen. Das Handy des Opfers und das Messer warf er bei einem Stopp während der Fahrt in die Donau, angeblich im Bezirk Melk, so die Ermittler.

Bei der Einvernahme habe der Mann nach mehrmaliger Befragung ein Geständnis abgelegt. Er wurde in die Justizanstalt Korneuburg eingeliefert. Es sei U-Haft beantragt worden, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Friedrich Köhl.

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