Fr, 20. April 2018

Alle hoffen auf Messi

29.03.2018 08:47

Argentinien-Schock: „Leidensweg bis zur WM“

Diese Pleite kann noch lange Spuren hinterlassen. Mit einem 1:6 gegen Spanien bewies Argentinien nicht nur, dass es nicht WM-reif ist, sondern erlitt gar die egalisiert höchste Niederlage seiner Geschichte. Nach der Demütigung bietet sogar der verletzte Lionel Messi nur noch einen schwachen Hoffnungsschimmer.

Minute um Minute verfiel er mehr. Von einer leichten Oberschenkelverletzung auf die Tribüne verbannt, erlebte Lionel Messi hilflos mit, wie der Test Argentiniens gegen Spanien zu einer der demütigendsten Stunden in der Geschichte der „Albiceleste“ wurde.

Die kombinationsstarken Iberer ließen Argentiniens Abwehr teils wie eine Schülermannschaft aussehen, nutzten ihre Chancen eiskalt. 6:1 hieß es am Ende. Während die Spanier um den Dreifach-Torschützen Isco ihre Anwartschaft auf den WM-Titel unterstrichen, kassierte Argentinien eine der fünf höchsten Niederlagen seiner Historie. Viermal hatten die Südamerikaner ebenfalls mit fünf Toren Unterschied verloren.

Von Demütigung und Katastrophe schrieben Argentiniens Zeitungen. Trainer Jorge Sampaoli stellte sich vor das Team: „Schimpft nicht auf die Spieler, ich bin schuld an diesem Albtraum.“ Zwar hatte er recht, dass das Resultat zu hoch ausfiel, dennoch gab es klare Probleme. Lösungen konnte er nicht bieten, nur Allgemeinsätze: „Wir müssen lernen. Bei der WM darf das nicht passieren.“

Kritik gab es auch von Ex-Stars. „Bis zur WM wird es ein Leidensweg“, befürchtet Jorge Valdano. Der einzige Trost sei, dass Messi nicht gespielt habe. „Er ist der einzige Grund, warum jemand Argentinien auch nur die geringste Hoffnung auf den Titel geben darf.“ Der erhoffte Heilsbringer selbst konnte das Elend in Madrid nicht bis zum Schluss ertragen. Zehn Minuten vor dem Ende verließ Messi geknickt die Tribüne. Mit noch mehr Druck auf seinen Schultern, als er ohnehin schon hatte.

Kronen Zeitung

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