So, 19. November 2017

Quelle am Abgrund

24.10.2009 11:02

„Kunden haben keine Probleme zu befürchten“

Jetzt bestellen hilft der Quelle bei ihrer Rettung und ist so sicher wie seit 50 Jahren, wie Vorstandschef Wolfgang Binder (Bild), der im Eiltempo über die Zukunft des Versandhauses verhandelt, versichert: „Die Kunden haben keine Probleme zu befürchten. Die Lager sind voll. Man bestellt und bekommt die Waren.“

Das Chef-Versprechen gilt allerdings vorerst nur für das Angebot der laufenden Saison, denn noch ist fraglich, ob der Frühjahrskatalog – den Test-Kunden bereits als Teil-Vorabdruck erhalten und gut angenommen haben – erscheinen kann.

Garantien gelten auch darüber hinaus: „Für Fremdmarken wie Philips sowieso, und unsere Eigenmarke Privileg ist so stark, dass sie auf jeden Fall von jemandem weitergeführt werden wird“, so Binder. Auch im schlimmsten Fall, den Betriebsratsvorsitzender Felix Hinterwirth ausschließt: „Wir haben die Chance, in Linz keine Jobs zu verlieren. Wenn wir den deutschen Dienstleistungsbereich bekommen, hätten wir sogar mehr Arbeitsplätze.“ Das sei allerdings eher unrealistisch.

„Mitarbeiter halten zusammen“
Die Mitarbeiter würden sich natürlich Sorgen machen: „Je mehr, umso länger die Situation schon andauert. Aber es geht den Leuten da weniger um die persönliche Lage als darum, was aus der einen oder anderen Abteilung wird.“ Diesen Gemeinschaftsgeist, den er den „Quelle-Spirit“ nennt, betont auch Binder: „Es ist ganz einmalig, wie die Menschen zusammenhalten. Das habe ich vorher noch nie erlebt.“

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