Mi, 25. April 2018

Mann randaliert in Zug

25.03.2018 23:06

Bis zu 100.000 Euro für mutwillige Notbremsung

Im Eurocity 217 von Saarbrücken nach Graz begann am Samstag ein Zeltweger (26) nach Aufforderung des Zugbegleiters, seinen Fahrschein herzuzeigen, zu randalieren. Plötzlich zog er die Notbremse und schlug eine Waggonscheibe ein. Verletzt wurde niemand, doch: Das kann bis zu 100.000 Euro kosten!

Mehrere Stunden hatte der 26-Jährige Alkohol konsumiert und stieg daraufhin in den Eurocity 217. Obwohl er einen gültigen Fahrschein besaß, rastete er aus, als ihn der Zugbegleiter bat, diesen vorzuzeigen. Der Betrunkene drohte dem ÖBB-Mitarbeiter mit dem Umbringen, sprang auf und zog plötzlich die Notbremse. Dann schlug er vor allen anderen Fahrgästen im Großraumabteil mit dem Nothammer eine Waggonscheibe ein.

In der Zwischenzeit war schon die Polizei St. Michael informiert worden. Sie wartete beim Bahnhof auf den Zug. Der Zugbegleiter zeigte den Beamten, in welchem Abteil sich der Randalierer befand. Weil sich der Steirer weiterhin nicht beruhigte, wurde er zur Dienststelle gebracht. Aufgrund seiner hohen Alkoholisierung konnte er erst am Sonntagnachmittag befragt werden. Dort sprach er von Erinnerungslücken und dass er sich das Geschehene nicht erklären könne ...

Das wird ihn noch lange verfolgen: Laut ÖBB kostet eine mutwillig herbeigeführte Notbremsung bis zu 100.000 Euro. Immerhin müssen alle Räder und die dazugehörigen Teile getauscht, der Zug neu gewartet und ein Ersatzzug eingesetzt werden.

Monika Krisper
Monika Krisper

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