Mo, 23. April 2018

Wissenspark Urstein:

25.03.2018 10:00

Das Hilfswerk packt schon

Nach Ostern soll die Zentrale Schritt für Schritt vom beengten Haus an der Salzburger Klessheimer Allee in den Wissenspark nach Puch-Urstein übersiedeln: Der Platzbedarf ist groß, der Umsatz stieg 2017 um 15 Prozent.

Die Kurve geht steil nach oben. 2017 verbuchte das Hilfswerk einen Umsatz von 43,2 Millionen Euro (plus 15 Prozent). Vor allem das Segment Pflege wächst. Die Hauskrankenpflege war im Vorjahr für 162.700 Salzburger da, die dank der Unterstützung daheimbleiben können. Heimhilfen leisteten noch einmal 204.000 Stunden. Das Hilfswerk betreibt sieben Seniorenheime, drei davon (Bergheim, Uttendorf/Niedernsill und Werfen) kamen 2017 dazu.

Wermutstropfen in einem Zukunftsberuf: Die privaten Pflegedienste verdienen – wie berichtet – zu wenig. In den Kollektivverhandlungen einigte man sich jetzt zwar auf Anpassungen und Landesrat Heinrich Schellhorn kündigte eine zusätzliche Million an. Hilfswerk-Geschäftsführer Hermann Hagleitner will das jetzt mit Nachdruck einfordern: Ab 1. Juli sollen die Förderungen durch das Land angehoben werden. Hagleitner: „Bei den diplomierten Kräften geht es um eine Lücke von 250 Euro brutto im Monat, bei den Assistenten um 30 Euro.“ Ansonsten seien Sozialdienste auch in Zukunft mit massiver Abwanderung Richtung Landesspitäler konfrontiert. Er appelliert um ein Zeichen, „dass Anerkennung stattfindet.“

Einen zusätzlichen Druck in den Seniorenheimen durch die Abschaffung des Pflegeregresses spürt das Hilfswerk nicht. Hagleitner spricht es offen an: „Es ist aber eine Einnahmequelle verloren gegangen, weil es jetzt keine Selbstzahler mehr gibt.“  Land bzw. Bund sollen Verluste der Träger ausgleichen.

Das Hilfswerk ist in allen Regionen vertreten: 120 Einrichtungen finden sich salzburgweit. Neben der Pflege ist auch Kinderbetreuung ein wichtiger Bereich, betont Hilfswerk-Chefin Daniela Gutschi.  Und in der Zentrale werden jetzt schon symbolisch die Schachteln gepackt: „Im digitalen Zeitalter müssen wir nicht mehr so viel schleppen“, lacht Hagleitner. Nach Ostern soll schon der Probebetrieb im neuen Wissenspark in Urstein starten. Neben der Zentrale sind ein Bildungszentrum und eine Kinderbetreuung geplant.

Noch sind am Gelände 70 bis 80 Facharbeiter im Einsatz. Bis jetzt wurden schon 46.000 Kubikmeter Beton verbaut, 11.000 Kubikmeter Erde abtransportiert, sechs Kilometer Rohre verlegt und 100 Schächte errichtet. Die Arbeiten an den Bauteilen C, D und F sind noch voll im Gange. Erste Firmen sind an Bord. Optischer Magnet und Mittelpunkt wird die Plaza sein: „Wir kreieren mittels verschiedenen Quarzen und Natursteinsplittern die Plaza als Gebirgsfluss, der den Campus durchströmt“, erklärt Architekt Gerhard Wittfeld. Darunter stehen in der Tiefgarage 700 Plätze zur Verfügung.

Sabine Salzmann
Sabine Salzmann

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