Mo, 23. Oktober 2017

Transit-Protest

22.10.2009 16:43

Gut 100 Anwohner beim Lkw-Gipfel in Sankt Gilgen

"Eine Gemeinde allein schafft das nicht, wir müssen zusammen helfen!" Auch in St. Gilgen fand Silvester Leitner aus Abersee, der in 27 Gemeinden regionale Bürgerinitiativen gegen den steigenden Lkw-Transitverkehr im Salzkammergut ins Leben rufen will, offene Ohren. Auch die Gemeindepolitik stärkt ihm den Rücken.

"Wir stehen natürlich voll hinter dieser Initiative, wir helfen wo wir nur können", sagen St. Gilgens Bürgermeister Otto Kloiber und sein Vize Robert Thalmeier, die Mittwochabend beim Fischerwirt ebenso gespannt wie die gut 100 interessierten Bewohner der Wolfgangsee-Gemeinde dem Informations-Vortrag von Silvester Leitner lauschten.

Es geht nur um "Mautflüchtlinge"
Wie berichtet (siehe Infobox!), ist der Aberseer derzeit im Salzkammergut auf Tour, er will möglichst viele Unterstützer für seine groß angelegte Bürgerinitiative "Lebensraum Salzkammergut" finden. Sein Anliegen: Der stetig wachsende Lkw-Transitverkehr. "Es geht uns rein um den Durchzugsverkehr. Also Fernfahrten, wo die Straßen im Salzkammergut nur als Ausweichstrecke zur mautpflichtigen Autobahn missbraucht werden."

Vorbild B311
Deshalb fordert Leitner eine Gewichtsbeschränkung für die Bundesstraßen, konkret 3,5 Tonnen für Lastwagen. "Dezidiert davon ausgenommen sollen Ziel- und Quellverkehr sein" Beispiele, dass eine solche Tonnagebeschränkungen gut funktioniert, gibt es schon in Salzburg. Etwa auf der B311.

Region muss gerettet werden
In St. Gilgen macht sich Klaus Krüger für die Initiative stark. "Ich habe meine Kindheit in Bad Ischl verbracht. Diese Region ist ein so schönes Kleinod, das darf nicht zerstört werden!" Und in Fuschl helfen die zweifache Mutter Christina Karl und ihr Team eifrig mit: "Ich wohne keine 100 Meter von der Bundesstraße. Es ist wirklich laut geworden."

Eine Gemeinde alleine ist machtlos
Bis ins Frühjahr will Leitner in den 27 Salzkammergut-Gemeinden seine Initiativen aufgestellt und genügend Unterschriften gesammelt haben. Er weiß: "Eine Gemeinde allein ist machtlos. Deshalb müssen wir uns zusammen schließen. Nur so haben wir auch ein gewichtiges Wort."

von Max Grill, Kronen Zeitung

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