Fr, 27. April 2018

Nach Razzia in Werk

22.03.2018 06:12

Fehler-Software von BMW soll aus Steyr kommen

Warum geriet ausgerechnet das Werk in Steyr ins Visier der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft München I? Darüber rätseln nach dem Bekanntwerden der Razzia bei BMW viele. Am Mittwoch wurde bekannt: Die Software, die Fehler bei der Abgasreinigung von mehr als 11.000 Fahrzeugen verursachte, soll aus Oberösterreich stammen.

Rund 100 Beamte durchsuchten am Dienstag die BMW-Zentrale in München, das Forschungs- und Innovationszentrum in der bayrischen Hauptstadt und das Motorenwerk in Steyr. In Oberösterreich ist das Entwicklungszentrum für Dieselmotoren des Konzerns angesiedelt. Und hier soll auch die Software entwickelt worden sein, durch die der Premiumhersteller ins Visier der Staatsanwaltschaft München I geriet.

Fahrzeuge sollen zurückgerufen werden
BMW soll bei rund 11.400 Fahrzeugen der Modell-Versionen 750d und M550d eine falsche Software eingespielt haben. Das Programm war eigentlich für die SUV-Modelle X5 und X6 entwickelt worden, bei den betroffenen 11.400 Pkw funktionierte deshalb die Abgasreinigung nicht mehr korrekt. BMW will die betroffenen Fahrzeuge zurückholen.

Keinen Tatverdacht gegen einzelne Personen
Die Ermittlungen der Münchner konzentrieren sich auf die in Deutschland ansässige BMW AG. Es gibt keinen Tatverdacht gegen einzelne Personen in Österreich und damit in Steyr, heißt es von der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft in Wien.

Barbara Kneidinger, Kronen Zeitung

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