Mo, 20. November 2017

Comeback in London

21.10.2009 12:02

Robbie Williams bringt Fans wieder zum Kreischen

Robbie Williams ist zurück! Am Dienstagabend Punkt 21 Uhr stürmten Tausende Fans des britischen Popstars die Kinosäle, wo das erste Live-Konzert des 35-Jährigen nach dreijähriger Bühnen-Abstinenz übertragen wurde. Die Tickets für das Londoner Roundhouse Theatre waren in Rekordzeit ausverkauft, die Kinosäle ebenso. Zu Recht, wie sich erweisen sollte: Robbie Williams begeisterte seine Fans nach einer etwas unsicheren Anlauf-Phase mit einer soliden 90-minütigen Show.

Ein Comeback, das gleich mit einem Guinness-Weltrekord beginnt, passt genau in die jahrelange Selbstinszenierung des britischen Popstars. Mit der Übertragung seines ersten Konzerts nach drei Jahren Pause in 250 europäische Kino-Säle verschaffte sich der 35-Jährige bereits im Vorfeld gehörig Medienaufmerksamkeit.

Fotos vom Comeback-Konzert findest du in der Infobox!

Auch das österreichische Publikum wurde in großen Zahlen Zeuge des Konzerts, dem 38 Orchestermusiker und eine Opernsängerin einen etwas zu getragenen Rahmen verliehen. In acht österreichischen Städten wurde das Event übertragen, im Wiener Cineplexx Reichsbrücke waren gleich zwei Säle mit Fans gefüllt.

Allein: Ein Kinosaal ist keine Konzerthalle, und so kam in deutschen Kinosälen bei der Übertragung nur wenig bis keine Stimmung auf. "Lauter!"-Rufe waren die einzigen verbalen Beiträge des Publikums, das das Konzert sitzend verfolgte und am Ende nicht mal applaudierte. Schwer enttäuscht wurden die Besucher der UCI Kinowelt in Düsseldorf. Kurz nach Beginn des Konzerts musste der Kino-Chef die 1.700 wartenden Fans wegen technischer Probleme nach Hause schicken.

Unglücklicher Beginn, doch dann ging es los
In London hingegen sah die Sache etwas anders aus. "Wow, das ist einfach unglaublich", rief Williams nach seinem wenig mitreißenden Opener "Bodies" in die Menge und meinte damit die britische Chart-Platzierung seiner ersten Single: "In Großbritannien hat sich das letzte Mal 'Rock DJ' so gut verkauft." Dass zu Beginn des Konzerts nicht so recht Stimmung aufkommen wollte, lag allerdings nicht nur daran, dass Williams auch beim zweiten Song - "Morning Sun" - auf noch unveröffentlichtes Material setzte.

Buh-Rufe nach missglücktem Scherz
Mit einem missglückten Scherz über die britische Fernsehshow "X-Factor", wo er kürzlich seine neue Single präsentiert hatte, erntete er kurzfristig sogar Buh-Rufe, die er mit einem "Ihr versteht mich falsch!" einzudämmen versuchte. In weiterer Folge wirkte der frisch von seiner Medikamentensucht befreite Sänger ein wenig unsicher, was sich aber wieder legte, als das Publikum bei dem Hit "Come Undone" als kraftvoller Chor hinter ihm stand. Nach exakt 90 Minuten verabschiedete sich Robbie Williams mit der 30 Jahre alten Pophymne "Video Killed The Radio Star".

Versöhnung mit Take That bringt Fans zum Kreischen
Immer wieder bedankte sich Williams bei seinen Fans für ihre Geduld, "weil ihr ja gar nicht mitsingen könnt". Einen besonderen Moment schuf Williams mit der Widmung an seine Freundin Ayda Field, die den Song "Won't Do That" "am liebsten als erste, zweite und dritte Single-Auskoppelung gehabt hätte". Auch sonst sparte der charismatische Brite nicht mit Anekdoten und brachte seine Fans durch die Geschichte der Versöhnung mit seinen Take-That-Kollegen zum Kreischen.

Wie sehr der Enthusiasmus auch tatsächlich der neuen Platte "Reality Killed The Video Star" gelten wird, zeigt sich ab dem 6. November. Bis dahin verabschiedete Robbie Williams seine Fans mit der Cover-Version jenes Hits, der bei der Titel-Wahl Pate gestanden hat: "Video Killed The Radio Star".

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