Fr, 27. April 2018

Risiko erkennen

21.03.2018 06:00

Herzprobleme kommen nicht aus heiterem Himmel

Viele Menschen gehen von einer normalen Alterserscheinung aus, wenn die Lebenspumpe im Laufe der Zeit schwächer und krankheitsanfälliger wird. Doch das ist kein unausweichliches Schicksal. Vorbeugende Maßnahmen sind vielen bekannt, es mangelt aber häufig an der Umsetzung.

Viele Beschwerden des Herz-Kreislauf-Systems gelten als Endpunkte eines schleichenden Krankheitsprozesses. Dieser beginnt aber in Wahrheit schon in jungen Jahren und endet in einem Teufelskreis. Starkes Übergewicht, zu wenig Bewegung sowie Rauchen verändern zunächst die Blutfettwerte und erhöhen das Diabetesrisiko. In der Folge schnellt der Blutdruck in die Höhe und es entstehen Schäden an den Arterienwänden. Schließlich verkalken die Gefäße. Auch chronische Entzündungsprozesse wirken sich negativ aus. Ein Herzinfarkt trifft Patienten dann oft wie aus heiterem Himmel, dabei sind die zugrundeliegenden Schäden meist schon weit fortgeschritten.

Sind Herz-Kreislauf-Schäden wie Arteriosklerose, Herzrhythmusstörungen oder Schwäche des Organs einmal chronisch, lässt sich ihr Verlauf nur noch verlangsamen, nicht aber umkehren. „Wer die oben genannten Risikofaktoren möglichst früh vermeidet, beugt auch vorzeitiger Alterung seiner Organe vor“, wie Internistin Professor Dr. med. Ursula Müller-Werdan von der Berliner Charité betont. Ein gesunder Lebensstil (viel Obst, Gemüse und fettarm essen, sportliche Aktivitäten) hält das Herz selbst in vorgerückten Jahren jung.

Eva Rohrer, Kronenzeitung

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