Mi, 22. November 2017

Zukunft ungewiss

19.10.2009 18:05

Nach Rallyetragödie in St. Agatha: Kein Rennen mehr?

Betroffenheit, Trauer, aber auch die Gewissheit, bei künftigen Veranstaltungen für mehr Sicherheit sorgen zu müssen – der schreckliche Rallyeunfall von St. Agatha lässt weiterhin niemanden kalt. Die Veranstalter sind ohnehin unsicher, ob es überhaupt eine Neuauflage des Bergrennens geben wird.

"Wir tun, was wir können. Die Leute wollen ja hautnah dabei sein. Wir vom Verein haben uns nichts vorzuwerfen, aber ich weiß nicht, wie es weitergeht. Wir planen nicht mehr und warten auf das Ergebnis der Untersuchungen", so Erich Kaiser, Präsident des MSC Rottenegg, der das Bergrennen veranstaltet hat.

Bezirkschef: "Brauchen strengere Abstandsregeln"
Bezirkshauptmann Christoph Schweitzer: „Wir brauchen strengere Abstandsregeln, um die Besucher zu schützen. Das ist der Auftrag für die Zukunft. Wir sind schon mit anderen Bundesländern im Gespräch, um gemeinsam etwas zu tun“, so der Grieskirchner Bezirkschef. Man wartet bei der lokalen Unfallkommission auf die Auswertung des Fahrervideos und all die anderen Akten, die noch bei Gericht liegen.

"Keine Schuldzuweisungen"
"Es gibt seitens der Angehörigen der selbst motorsportbegeisterten Opfer keine Schuldzuweisungen. Weder an den Fahrer, der beim Begräbnis gewesen sein soll, noch an die Veranstalter", so der Ortschef von St. Agatha, Franz Weissenböck.

Eine vierköpfige Familie aus Bayern stand zum Zeitpunkt des Unfalls am Streckenrand, als der 620 PS-starke Ford am Bankett plötzlich den Grip verlor. Während die Rot Kreuz-Sanitäter auseinanderspritzen und so ihr Leben retten konnten, erwischte der Wagen die Familie. Mutter und Tochter starben noch an der Unfallstelle. Sohn Patrick überlebte, liegt noch immer in der Intensivstation des Linzer UKH, wo sich sein Vater um ihn kümmert.
 
Die Erhebungen der Welser Staatsanwaltschaft sind noch nicht abgeschlossen. Die Justiz wird aufgrund von Gutachten entscheiden müssen, ob der Unglücksfahrer Ernst Z. überhaupt angeklagt wird. Seine Lebensgefährtin zur "Krone": "Keiner setzt sich in ein Auto, um jemandem weh zu tun. Es waren einfach die Umstände schuld. Dem Buben geht es wieder gut – das ist das Wichtigste."

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