Fr, 24. November 2017

„G-Force“ fürs Kind?

19.10.2009 13:44

Was Eltern über Meerschweinchen wissen sollten

Na, auch gerade mit einem quengelnden Kind konfrontiert, das nach dem Film "G-Force – Agenten mit Biss" in den Gemüse-Hungerstreik getreten ist, weil es den Kauf eines knuffigen "Agenten" mit struppig-weichem Fell in Gestalt eines Meerschweinchens erzwingen will? Doch die Anschaffung sollte gut überlegt sein.

Mit seinen Pfeif- und Gurrlauten macht der kleine Nager tatsächlich viel Freude. Kindern, die mit leuchtenden Augen das Superagententeam von sprechenden Meerschweinchen in dem Animationsfilm "G-Force" verfolgt haben und sich nun ein Meerschweinchen wünschen, sollte aber nicht gleich nachgegeben werden, warnt der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe.

"Eltern, die ihrem Kind Meerschweinchen schenken möchten, sollten sich im klaren darüber sein, dass sie selbst die Hauptverantwortung für die Tiere tragen“, sagt ZZF-Präsident Klaus Oechsner. Alle Familienmitglieder müssen mit der Anschaffung einverstanden sein und klären, ob die Tierhaltung in der Wohnung erlaubt ist, die Betreuung während des Urlaubs gewährleistet ist und ob es genügend Raum und Zeit für Haltung und Pflege gibt.

Bedürfnisse der Tiere berücksichtigen
Grundsätzlich sind Meerschweinchen ideale Heimtiere für Familien. Denn im Unterschied zu beispielsweise Hamstern und Chinchillas sind sie nicht nur nacht-, sondern auch tagaktiv. Meerschweinchen werden etwa sieben bis acht Jahre alt. Damit das Zusammenleben mit ihnen ein schönes Erlebnis wird, sollten Kinder lernen, dass die Nager ihre eigenen Bedürfnisse haben und nicht zu fest angefasst werden dürfen. Zudem reagieren sie nicht in jeder Situation so, wie Kinder es erwarten.

Meerschweinchen sind gesellig und bewegen sich gerne. Daher sollten Meerschweinchenfreunde ein nicht zu kleines Nagerheim wählen und ihren Tieren möglichst ein Mal am Tag unter Aufsicht einen Freilauf in der Wohnung ermöglichen. In jedes Meerschweinchen-Heim gehört ein großes Häuschen aus unbehandeltem Holz, an dem der Nager auch einmal herumknabbern kann, ohne Schaden zu nehmen, empfiehlt der Verein.

Als Einstreu eignen sich gepresste Holzspäne, Bio-Streu und Stroh als Abdeckstreu, das ein bis maximal zwei Mal pro Woche gewechselt werden muss. Am besten gewöhnt man die Kleinsäuger langsam an eine Tränkflasche mit Nippel, denn darin bleibt das Trinkwasser sauber.

Welches Futter mag der Nager?
Heu gehört unbedingt auf den Standardspeisezettel. Es wirkt sich positiv auf die Mikroorganismen im Darm aus, und es lassen sich damit herrliche Flucht- und Laufgänge anlegen. Zudem helfen gute Fertigfuttermischungen aus dem Zoofachhandel, die „Schweine“ gesund zu erhalten.

Wie der Mensch kann das Meerschweinchen kein Vitamin C im eigenen Organismus bilden, weshalb das Vitamin zusätzlich gereicht werden muss. Petersilie und Fenchel sind ideale Vitaminträger. Zusätzlich kann man Grünfutter sowie Obststücke füttern. Auf keinen Fall dürfen Lecksteine angeboten werden, die nicht ausdrücklich für Meerschweinchen beziehungsweise Nagetiere vorgesehen sind.

Foto: WZF/Schanz

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