Di, 24. April 2018

In der Südsteiermark

15.03.2018 05:00

Gülle-Regeln für den Herbst werden strenger

Es war eine mühsame Geburt, nun aber steht die neue Verordnung für den Grundwasserschutz entlang der Mur von Graz bis Bad Radkersburg. Im Fokus stehen die Düngeregeln für Bauern: Während es für das Frühjahr Erleichterungen gibt, werden die Vorgaben für den Herbst verschärft.

Nicht weniger als 34 Verhandlungsrunden, TU-Graz-Rektor Harald Kainz als Koordinator, Proteste innerhalb der Bauernschaft: Der Weg zur neuen Verordnung war kein leichter. Nun hat sie der zuständige Umweltlandesrat Anton Lang (SP) unterzeichnet – politisch gefordert war davor aber vor allem Agrarlandesrat Hans Seitinger (VP).

Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Titschenbacher und Bruno Saurer, Obmann der Wasserversorger, tragen den Kompromiss mit. „Für uns ist er an der Grenze des Möglichen“, sagt Saurer. „Wenn alles eintritt wie vereinbart, sollte sich der Status quo nicht ändern. Wenn sich die Grundwasserwerte verschlechtern, muss man nachjustieren.“

Während das Ausbringen von Gülle – auf Basis neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse – im Frühjahr großzügiger gehandhabt wird, gelten künftig im Herbst strengere Fristen. Die Bauern müssen somit die Kapazitäten ihrer Güllebecken erhöhen. Das Kontrollsystem etwa durch Gewässeraufsicht wird zudem verdichtet.

Vorerst wird die umstrittene alte Verordnung aus dem Jahr 2015 novelliert, die neue gilt dann ab 1. September. Andreas Ortner von der Initiative „Zukunft Landwirtschaft“, die schon zwei Demos organisiert hat, gibt sich abwartend: Der erste (von vielen Bauern kritisierte) Verordnungsentwurf sei zwar deutlich verändert worden, die endgültige Fassung kenne er aber noch nicht. Am Montag werden die Bauerbund-Funktionäre in Silberberg informiert. Laut Seitinger sind nach einer Beobachtungsfrist auch Nachbesserungen für die Landwirtschaft möglich.

Jakob Traby
Jakob Traby

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