„Die dritte Frau“

Prostituierte packt aus: Der Mann neben dem Freier

Im Wiener Rotlicht-Milieu ist einiges los, wie auch die Bloggerin „die dritte Frau“ weiß. Die Wienerin hat viel erlebt und packt nun via City4U über ihre Erfahrungen aus. Teil fünf: Der Mann neben dem Freier.

# Wie muss der Mann einer Prostituierten sein?

Der Mann an der Seite einer Sexworkerin muss selbstsicher und reflektiert sein. Es ist sicher nicht immer leicht, mit diesem Job gut umzugehen. Eifersucht spielt definitiv eine Rolle. Je mehr Vertrauen und Ehrlichkeit zwischen den Partnern herrscht, desto besser. Der Mann muss differenzieren können: Job und privat sind zweierlei.

# Und wie ist der sogenannte „Strizzi“?

Charmant, liebevoll, gutaussehend, gut im Bett, selbstbewusst. Ein echter Kerl eben, den jede gern an der Seite hätte. Mit dem Job hat er natürlich kein Problem. Er unterstützt sie, wenn sie Probleme hat und räumt auch gern mal den ein oder anderen unguten Freier aus dem Weg. Angst? Kennt er nicht. Selbstzweifel? Absolut nicht. Er kennt viele Leute aus allen Sparten und hat zu jedem Problem eine Lösung. Er verlangt kein Geld, sie gibt es ihm. Freiwillig. Sie möchte, dass es ihm gut geht und er immer schick unterwegs ist. Richtig SCHICK. Also mit tollem Auto, super Klamotten und mindestens einer Rolex am Handgelenk.

# Warum aber gibt eine Sexworkerin dem „Strizzi“ freiwillig das Geld?

Zum einen aus Liebe. Zum anderen ist dieser Mann auch ein bisschen die Visitenkarte/Werbung der Frau. Gut gepflegter „Lude“, viel Geld in der Bude. Oder so ähnlich. Natürlich kommen auch weitere Komponenten dazu wie zum Beispiel das Schutzbedürfnis und, dass die Frauen so akzeptiert werden wollen, wie sie sind. Trotz ihres Berufes. Und wenn jetzt viele den Kopf schütteln über so viel „Naivität“: Dumme Menschen die aus Liebe dumme Dinge tun gibt‘s auch im normalen Leben.

# War die Situation der Prostituierten früher anders?

Logisch. Es gab kein Internet, keine Handys und die Damen waren mehr oder minder an ein Bordell oder einen bestimmten Standplatz gebunden. Somit auch an den Schutz und das Wohlwollen der Clubbesitzer. Man kann jetzt aber nicht sagen, dass es besser oder schlechter für die Prostituierten war. Es war einfach anders. Das Rotlicht hat sich gewandelt. Es gibt ihn aber noch... den modernen „Luden“.

# Wie hat es sich gewandelt?

Heutzutage arbeiten die meisten Mädels ausschließlich in die eigene Tasche. Sie mieten sich zum Beispiel ein Zimmer in einem Laufhaus(bis zu 800,-/WOCHE!), oder zahlen den Eintritt im Saunaclub (etwa 70,-/Tag). Alles, was sie dann verdienen, ist ihres. Keiner macht es ihnen streitig...außer sie haben einen dieser speziellen „Freunde“.

Wer neugierig geworden ist: „Die dritte Frau“ wird weiterhin bei CITY4U über das Wiener Nachtleben auspacken!

Auch hierhat sie bereits ein wenig ausgepackt.

März 2018

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Vanessa Licht
Vanessa Licht
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