Mo, 23. April 2018

Helfer gesucht

14.03.2018 12:19

Froschklauber betreuen 30 Amphibien-Wanderstrecken

Die Todesrate ist hoch. Selbst auf nicht stark befahrenen Straßen überlebt ein Drittel der Kröten, Frösche und anderen Amphibien die Wanderung zu den Laichgewässern nicht. Zu Rettern werden die „Froschklauber“, die in unzähligen Arbeitsstunden die Tiere sicher über die Straße bringen.

„Rund 85 Amphibienwanderstrecken sind uns in Salzburg bekannt, 30 davon werden betreut“, sagt Maria Jerabek von der Naturschutzabteilung des Landes. Konkret heißt das: An diesen Abschnitten stellen die Straßenmeistereien des Landes gemeinsam mit freiwilligen Helferinnen und Helfern, einigen Gemeinden sowie der Berg- und Naturwacht insgesamt rund zwölf Kilometer der grünen Amphibienschutzzäune auf. Martin Kyek und Peter Kaufmann vom Haus der Natur koordinieren das: „Damit sie zur richtigen Zeit am richtigen Ort stehen.“

Die mobilen Froschzäune hindern die Amphibien am Überqueren der Straße. Sie werden in Kübeln gesammelt und in der Dämmerung in mühevoller Arbeit über die Straße getragen, anschließend im Umfeld des Laichgewässers freigesetzt. Rund 200 Froschklauber und Froschklauberinnen sind auch heuer in den nächsten Wochen im ganzen Bundesland im Einsatz. „An manchen Wanderstrecken Innergebirg brauchen wir aber noch mehr Amphibienschützer“, bittet Jerabek um Unterstützung.

Mobile Zäune oder Tunnel für die Tiere
Im Flachgau gibt es mit derzeit 19 mobilen Froschzäunen besonders viel zu tun. Drei Strecken können im Tennengau betreut werden, eine im Pongau, zwei im Lungau und sechs im Pinzgau. In der Stadt Salzburg werden außerdem an der Kreuzbergpromenade und an der Sinnhubstraße die Tiere ohne Zaunsystem per Hand gerettet.

Darüber hinaus sind an einigen wichtigen Wanderstrecken im Land fixe Leit- und Tunnelsysteme unter der Straße installiert, so dass Amphibien und andere Kleintiere die Fahrbahnen gefahrlos unterqueren können. Pluspunkt des fixen Systems: Die Tiere sind das ganze Jahr geschützt. Dorfgastein, Kleinarl, Koppl-Guggenthal, Piesendorf, Weißpriach, Tweng, Zell am See-Thumersbach bieten ihren tierischen Mitbewohnern solche Leit- und Tunnelsysteme.

 krone.at
krone.at

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Kinderwunsch
Baby trotz Rheuma?
Gesund & Fit
Skurrile Vorlieben
Die schrägen Hobbys der Stars
Video Stars & Society
Spanische Liga
Atletico nur 0:0, aber Barca noch nicht Meister!
Fußball International
Italien-Wahnsinn
Juve besiegt! Napoli macht Serie A wieder spannend
Fußball International

Für den Newsletter anmelden