Mo, 20. November 2017

Banküberfall in Ried

17.10.2009 09:35

Bewaffneter droht, Bombe hochgehen zu lassen

„Ich kann die Bombe mit Fernzündung in die Luft jagen“, hat ein Pistolero gedroht, nachdem er in der Sparkasse in Ried 10.000 Euro eingesteckt und einen Karton aufs Pult gestellt hatte. Dann ergriff er die Flucht. Das war heuer bereits der siebente Banküberfall im Innviertel. Unklar ist, ob der Rieder Räuber auch für andere Coups verantwortlich ist.

Vor einem zehnjährigen Buben betrat am Freitag um 13.42 Uhr der etwa 185 Zentimeter große Räuber die Rieder Sparkassen-Filiale: Pistole im Anschlag, Gesicht mit Sonnenbrille und Adidas-Kappe maskiert und eine schwarze Regenjacke mit Kapuze übergezogen. Im heimischen Dialekt forderte er Geld.

Die drei Angestellten gaben ihm etwa 10.000 Euro. Nachdem er die Scheine in die Jacke gestopft hatte, flüchtete er – und ließ die „Bombe“ zur Abschreckung da. Ein Angestellter nahm sich ein Herz und trug die Schachtel – in der kein Sprengsatz war – ins Freie.

„Wir prüfen, ob die Tat zu anderen Überfällen passt“, so Hermann Feldbacher von der oö. Sicherheitsdirektion. Die Serie ging am 21. November 2008 in Weilbach los, dann überfiel am 15. Mai ein Biker eine Bank in Reichersberg. Am 28. Mai gab’s in Pfaffstätt Überfallalarm, am 12. Juni in Geretsberg. Am 28. Juli schlugen Räuber in Maria Schmolln und schließlich am 10. August in Lengau zu.

von Markus Schütz, „OÖ-Krone“
Symbolbild

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