Di, 22. Mai 2018

740 Bluttaten 2016

12.03.2018 20:54

Zahl der Messerattacken um fast 300% gestiegen

Leopoldstadt, Brigittenau und in der Nacht auf Montag auch Hietzing: Wien ist in den vergangenen Tagen von einer blutigen Serie von Messerattacken erschüttert worden. Laut Bundeskriminalamt hat die Zahl der Gewaltdelikte mit Stichwaffen in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Gab es im Jahr 2007 noch 190 Messerangriffe, so waren es 2016 bereits 740. Das bedeutet eine Steigerung von unglaublichen 289 Prozent. Darunter fallen auch Mord und Sexualdelikte, aber großteils handelt es sich um Körperverletzungen.

Laut Bundeskriminalamt ist in den vergangenen Jahren in Österreich die Hemmschwelle gesunken, das Messer als Waffe einzusetzen. „Es handelt sich meistens um Affekttaten“, sagte Vincenz Kriegs-Au, Sprecher des Bundeskriminalamts, in der ORF-„ZiB 1“ am Montagabend.

Bundeskriminalamt: „Gründe für Angriffe sind auch interkulturelle Konflikte“
Die Gründe seien entweder Streitigkeiten im Drogenmilieu oder in der Hausgemeinschaft, aber auch oft interkulturelle Konflikte, die dann mit Messern ausgetragen werden. „Zum Beispiel zwischen verschiedenen Migrantengruppen, wo ein Messer zu haben Teil des männlichen Imponiergehabes sein kann“, so Kriegs-Au.

Messerattacken in Wien: „Ich schaue immer, ob ich verfolgt werde“

Zahlreiche Messerangriffe binnen weniger Tage
Bei der Attacke auf den Wachsoldaten in der Nacht auf Montag handelt es sich um den bereits dritten brutalen Messerangriff binnen weniger Tage in der Bundeshauptstadt. Am Mittwoch hat ein Afghane (23) in der Leopoldstadt eine ganze Familie mit einem Messer angegriffen und schwerst verletzt. Dann kam es am Samstagnachmittag in der Brigittenau zwischen Algeriern zum Streit. Ein 32-Jähriger wurde durch mehrere Stiche - einer davon traf das Herz - lebensgefährlich verletzt.

 krone.at
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