Do, 26. April 2018

Ärzte entlassen

11.03.2018 14:29

Amputiertes Bein als Kopfpolster verwendet

Weil einem Patienten in Indien sein amputiertes Bein als Kopfstütze gegeben wurde, haben die Behörden zwei Krankenhausärzte vom Dienst suspendiert. Die Leitung der staatlichen Klinik in Jhansi im Bundesstaat Uttar Pradesh teilte am Sonntag mit, zur Untersuchung des Vorfalls sei ein Ausschuss gebildet worden. Es solle geklärt werden, wer dem Patienten das amputierte Bein unter den Kopf gelegt habe. Den Schuldigen würden empfindliche Strafen drohen.

Der 28-jährige Patient hatte bei einem Busunfall schwere Verletzungen erlitten. Verwandte des Mannes sagten einem lokalen Fernsehsender, das Krankenhauspersonal und die Ärzte hätten wiederholte Bitten abgelehnt, ihrem Angehörigen ein Polster zu geben.

„Als wir ins Krankenhaus gekommen sind, haben wir gesehen, dass sei Bein als Kopfstütze benutzt wurde“, sagte ein Verwandter. Die Spitalsleitung erklärte dagegen einem Medienbericht zufolge, einer der Verwandten habe das amputierte Bein unter den Kopf des Patienten gelegt.

Die staatlichen Krankenhäuser in Indien sind häufig schlecht ausgestattet, unterfinanziert und personell stark unterbesetzt. Auf Millionen Menschen kommen nur wenige Fachärzte. Uttar Pradesh mit seinen 200 Millionen Einwohnern zählt zu den ärmsten Bundesstaaten Indiens. Lange Wartezeiten selbst für kleinere Behandlungen sind dort an der Tagesordnung.

 krone.at
krone.at

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden