Sa, 21. April 2018

Mit leerem Tank

09.03.2018 18:52

Bis zum letzten Tropfen fahren - eine gute Idee?

Weil Bordcomputer die Restreichweite relativ genau anzeigen, ist es verlockend, sich darauf zu verlassen. Sollte man aber trotzdem nicht tun, sagt Hans-Georg Marmit, Kfz-Experte der Sachverständigen-Organisation KÜS.

Auf die Angabe der verbliebenen Reichweite im Bordcomputer sollten man sich nur bedingt verlassen. Ab dem Zeitpunkt, an dem das Reservelämpchen leuchtet, kann man bei den meisten Fabrikaten zwar durchaus noch dutzende Kilometer fahren. Aber obwohl es so scheint: Die Anzeigen sind längst nicht so genau, dass man sich danach tatsächlich richten könnte. Auch, weil eine genaue Angabe stark von Fahrweise, Verkehrsfluss und Verbrauchern wie Klimaanlage oder Heizung abhängt. Oft ist die verbliebene Reichweite deshalb am Ende der Kraftstoffreserve nicht bis auf den letzten Kilometer angegeben, sondern wird durch Striche ersetzt. Damit wollen die Hersteller gerade verhindern, dass der Fahrer die Fahrt an die Tankstelle mit dem allerletzten Tropfen kalkuliert.

Denn den Tank ganz leer zu fahren, sollte man unbedingt vermeiden – es ist in mehrfacher Hinsicht schlecht: Zum einen natürlich, weil Liegenbleiben ärgerlich ist und auch gefährlich sein kann. Zum anderen, weil es teure Folgen haben kann, zum Beispiel in Form einer Strafe, wenn man ohne Sprit auf der Autobahn liegen bleibt: Das gilt nicht als unverschuldete Panne, sondern wird dem Fahrer zur Last gelegt. Darüber hinaus kann die Ebbe im Tank auch zu Schäden an der Kraftstoffanlage führen: Einspritz- und Kraftstoffpumpen leiden durch das Trockenlaufen, die Lebensdauer sinkt.

(SPX)

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