Mo, 21. Mai 2018

Paralympics-Hoffnung

08.03.2018 17:09

Salcher wieder auf „Mothls“ Goldspur unterwegs!

Salcher schreibt gerade im Rahmen seines Medien- und Kommunikationswissenschafts-Studiums an der Bachelor-Arbeit. Thema ist „Storytelling“. Dass der Behindertensportler starke Geschichten auf Lager hat, zeigte er schon vor vier Jahren bei den Paralympics in Sotschi. Damals holte der Kärntner das Speed-Double und Bronze im Riesentorlauf. Richtig bekannt wurde der Gailtaler vor allem durch Abfahrts-Gold. Vor vier Jahren hat Markus Salcher bei den Paralympics in Sotschi wie Matthias Mayer einige Wochen zuvor bei den Olympischen Spielen mit sechs Hundertstel Vorsprung gewonnen. Bei den Paralympics in Pyeongchang will er nun den Super-G-Coup seines Kärntner Landsmanns wiederholen!

Denn wie schon zuvor sein Kärntner Landsmann Matthias Mayer bei Olympia gewann der seit Geburt halbseitig gelähmte Salcher das Downhill-Spektakel auf der Piste in Rosa Chutor mit sechs Hundertstel Vorsprung. „Das war“, nickt Markus strahlend, „einfach ein Berg für uns Kärntner. Natürlich habe ich sehr von den Parallelen zu ‚Mothl‘ profitiert. Denn so ist mein Sieg groß in den Medien gewesen, hat sich mein Bekanntheitsgrad sehr gesteigert.“

Den jetzigen Super-G-Olympiasieg von Mayer sieht Salcher natürlich als gutes Omen: „Ich weiß zwar nicht, ob ich am Sonntag beim Super-G die 13 Hundertstel, mit denen er vor Feuz gewann, wieder exakt treffe. Aber ich werde es versuchen.“ Mayer lacht dazu: „Bei meiner Fanklub-Party im Sommer hat er gesagt, dass er erst einmal abwarten werde, was mir so bei den Spielen gelingen wird. Ich drücke natürlich jetzt für eine Wiederholung der Geschichte von Sotschi die Daumen und hoffe, dass Markus mit Übergepäck nach Hause kommt.“

Die Basis dafür hat Salcher, der im ersten Abfahrtstraining in Jeongseon gleich die Bestzeit hinlegte, mit viel harter Arbeit gelegt: „Ich habe seit Sotschi fünf Kilo Muskelmasse zugelegt. Das ist für die schnellen Disziplinen enorm wichtig. Und skitechnisch ist auch viel weitergegangen. Das war aber auch notwendig, weil auch der Behindertensport immer professioneller wird.“

Matthias Mödl, Kronen Zeitung

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