Di, 12. Dezember 2017

Sesselrücken in Wels

14.10.2009 08:47

Machtkämpfe in Personalfragen nach Stichwahl

Die Bürgermeisterwahlen in Wels sind geschlagen, jetzt ist die Personalfrage zu klären. Nur noch drei statt fünf Mitglieder hat die SPÖ im Stadtsenat – da sind (nicht nur) interne Machtkämpfe schon vorprogrammiert.

„Die SPÖ muss sich erst innerhalb der Partei einig werden, dann muss sie mit den Blauen ins Reine kommen“, sagt ÖVP-Obfrau Anna Eisenrauch (Bild). Bis dahin muss sich die schwarze Frontfrau gedulden, ehe die Verhandlungen um die Ressorts beginnen können.

Innerhalb der schwarzen Fraktion hat sich zwar an der Anzahl der Mandate nichts geändert – sie wird weiter einen Vizebürgermeister und einen Stadtrat stellen. Dennoch bleibt in der Personalfrage kein Stein auf dem anderen. Läuft alles nach Plan, folgt Eisenrauch dem scheidenden Vizebürgermeister Bernhard Ploier-Niederschick. Auch Verkehrs-Stadtrat Roland Strassl nimmt den Hut und wird von einem „schwarzen Peter“ abgelöst. Ob dieser Csar oder Lehner heißen wird, darüber könne man derzeit aber noch nichts sagen.

Auch bei der Ressort-Verteilung wird es eine Rochade geben. Spitzt doch die erstarkte FPÖ auf das bisher von der ÖVP besetzte Verkehrsressort. „Die FPÖ wird in Wels künftig mit einem Vizebürgermeister, zwei Stadtsenatsmitgliedern und elf Gemeinderäten darauf achten, dass in der Messestadt endlich wieder Politik für die Welser gemacht wird“, jubelt etwa Landesparteiobmann Lutz Weinzinger.

"OÖ-Krone"

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