Di, 22. Mai 2018

Messerattacke in Wien

08.03.2018 10:34

Verdächtiger in Haft, Bangen um Familie

Nach den schrecklichen Szenen, die sich am Mittwochabend auf der Praterstraße im Wiener Bezirk Leopoldstadt abgespielt haben, laufen die Ermittlungen der Polizei weiter auf Hochtouren. Ein vorerst Unbekannter hatte vor dem U-Bahn-Aufgang der U1-Station Nestroyplatz auf eine dreiköpfige Familie eingestochen. Während der 67 Jahre alte Mann offenbar um sein Leben kämpft, befindet sich dessen Ehefrau mittlerweile außer Lebensgefahr, ebenso die 17 Jahre alte Tochter des Ehepaares. Nach einer weiteren Messerattacke unweit des ersten Tatortes wurde ein 23-jähriger Afghane als Tatverdächtiger festgenommen. Es dürfte sich laut Informationen der „Krone“ um denselben Täter handeln.

Wie Polizeisprecher Patrick Maierhofer Donnerstagfrüh gegenüber krone.at erklärte, sei man seit der Nacht mit Einvernahmen von Zeugen der Bluttat beschäftigt. „Wir sichten zudem Videos, etwa aus Überwachungskameras, um nähere Hinweise zum Täter und zum Tathergang zu bekommen“, so Maierhofer. Wie berichtet, war ein bislang unbekannter Mann gegen 19.45 Uhr vor dem U-Bahn-Aufgang auf eine dreiköpfige Familie losgestürmt und hatte zunächst auf den 67-jährigen Vater eingestochen, der nach der Attacke schwerst verletzt zu Boden sank. Er musste kurz darauf sogar reanimiert werden, erlitt nach Informationen der „Krone“ vermutlich einen Nierenstich und musste ins künstliche Koma versetzt werden. Er schwebt weiterhin in Lebensgefahr.

56-Jährige auf Intensivstation
Auch auf dessen 56-jährige Ehefrau ging der Messerangreifer los, ebenso auf die 17 Jahre alte Tochter der Eheleute. „Die 56-Jährige befindet sich derzeit auf der Intensivstation, sie ist außer Lebensgefahr“, berichtete eine Sprecherin des AKH Wien Donnerstagfrüh gegenüber krone.at. Laut Informationen der „Krone“ hatte die Frau vor allem Abwehrverletzungen an Armen, Beinen und Oberkörper erlitten, die 17-Jährige wies nach der Attacke ähnliche Verletzungen auf. Beide Frauen befanden sich am Donnerstag außer Lebensgefahr, so eine Sprecherin des Krankenanstaltenverbunds (KAV) gegenüber krone.at.

Nach dem Angriff lief der Täter in Richtung Praterstern davon, sofort wurde eine Fahndung nach dem Unbekannten eingeleitet. Nur kurze Zeit später erlitt ein weiterer Mann unweit des Tatorts schwerste Verletzungen, als es zu einer Messerstecherei vor einem Imbissstand kam. Auch das 20 Jahre alte Opfer dieser Attacke, ein Tschetschene, befinde sich mittlerweile nicht mehr in Lebensgefahr, so die KAV-Sprecherin. 

Der mutmaßliche Täter konnte wenig später festgenommen werden, es handelt sich um einen 23-Jährigen aus Afghanistan. Laut Infos der „Krone“ dürfte er auch für die Bluttat in der Praterstraße verantwortlich sein. Bei dem Verdächtigen wurden zwei Messer sichergestellt. Die Einvernahme des Mannes ist noch ausständig. 

 krone.at
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