Di, 24. April 2018

Rekord in Osttirol

05.03.2018 11:12

In 24 Stunden 18.034 Höhenmeter mit Tourenski

Der Dorfberg von St. Oswald in Kartitsch ist so weit vom Mount Everest entfernt wie ein Zwerg von einem Riesen. Und doch wurde am Samstag der kleine Dorfberg zum höchsten Gipfel der Welt. Er wurde es, weil Tourengeher Martin Schneider über sich hinauswuchs.

Klack, klack, klack! 24 Stunden war dieses Geräusch am Wochenende im Osttiroler Bergdorf St. Oswald (Kartitsch) zu hören. Klack, klack, klack! Die Ski von Martin Schneider gaben den Takt vor – und trugen den gebürtigen Osttiroler zum Weltrekord.

Auf einer Streckenlänge von zwei Kilometern musste Schneider den Aufstieg von 460 Höhenmetern innerhalb eines Tages so oft wie möglich absolvieren. Abfahrt und Materialwechsel wurden ohne fremde Hilfe bewältigt und das Skitourenmaterial musste den offiziellen Regeln des Weltverbandes ISMF entsprechen.

Freunde und Bekannte begleiteten Schneider. In der Nacht musste er aber drei Stunden alleine gehen. „Die schwierigste Phase war in der Früh zwischen 6 und 9 Uhr. Da machten sich vor allem Magenprobleme bemerkbar. Wenn man die ganze Zeit nur isotonische Getränke, Müsliriegel und Gels zu sich nimmt, reagiert der Magen. Hinzu kam die Müdigkeit. Der Sonnenaufgang war die härteste Phase“, beschreibt Schneider seine Tour. Der ausgebildete Physiotherapeut arbeitet in Innsbruck und weiß nur zu gut um die Fähigkeiten, aber auch um die Grenzen des Körpers. Diese Grenzen hat der Rekordsportler am Samstag verschoben.

Der 37-Jährige absolvierte 18.034 Höhenmeter und überbot damit die Bestmarke (laut Guinness‘ Buch der Rekorde) von 17.477 Höhenmetern klar. Es gibt zwar noch eine Rekord-Marke (ca. 18.300 Meter), die ist aber nicht „offiziell“. Umgerechnet mehr als zweimal bestieg Schneider den höchsten Berg der Welt. „Nach zwei gescheiterten Versuchen hat es endlich geklappt“, freute sich der Sportler, als er das Ziel erreichte – seinen persönlichen Everest.

Claudia Thurner
Claudia Thurner

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