Mo, 20. November 2017

Mordwaffe weg

09.10.2009 16:26

Ermittler tappen im Aigener Mordfall weiter im Dunkeln

Der Mord an einem 64-jährigen Pensionisten aus Salzburg-Aigen gibt den Ermittlern Rätsel auf. Die Tatwaffe ist verschwunden. Außerdem gibt es überhaupt kein Motiv. Der Mann hatte weder Feinde noch Vermögen. Aus seiner Wohnung wurde auch nichts gestohlen. Nun hofft man durch Bekannte auf weitere Hinweise.

"Wir haben erste Hinweise bekommen. Außerdem werden in der Wohnung noch Spuren gesichert", verrät Ermittler Gerhard Waltl. Die Obduktion ergab, dass das Opfer durch mehrere Stichwunden sowie eine Kopfverletzung getötet worden war. "Tatwaffe haben wir keine gefunden", sagt Waltl.

Ausschließen kann die Exekutive einen Raubmord. "Bei dem Herrn hat es in letzter Zeit finanziell nicht gut ausgeschaut. Außerdem fehlt auch nichts aus der Wohnung", so Waltl. Eine Beziehungstat ist ebenso unwahrscheinlich. "Er hatte zwar hin und wieder Frauenbekanntschaften, von einer Lebensgefährtin kann aber keine Rede sein. Seine Eltern und die Schwester sind verstorben. Es gibt nur einen Neffen", weiß Waltl. Dieser wird noch einvernommen.

Gesundheitlich schlechter Zustand
Nachbarin Ernestine Rezac kann sich zudem an eine Dame erinnern, die den Pensionisten des öfteren chauffierte. Der Mann litt an einer Erbkrankheit und konnte nicht mehr selbst fahren. "Außer dieser Frau habe ich nie jemanden gesehen. Nur kurz nach dem Einzug im Jahr 1984 hat ihn sein Neffe besucht. In letzter Zeit ist es ihm gesundheitlich immer schlechter gegangen. Er kam fast nicht mehr heraus", verrät Rezac.

Die Nachbarn haben Angst. "Ich werde noch öfter kontrollieren, ob die Tür versperrt ist", sagt Rezac. "Es ist unfassbar, dass es solche Menschen gibt. Der Mann hat nie jemanden etwas zu Leide getan."

von Manuela Kappes, Kronen Zeitung

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