So, 20. Mai 2018

Keine Schuldeinsicht

01.03.2018 18:29

80 Kinder missbraucht: 16 Jahre Haft für Schweizer

Ein Schweizer, der in Thailand mehr als 80 Kinder sexuell ausgebeutet haben soll, ist am Donnerstag zu einer Freiheitsstrafe von 16 Jahren verurteilt worden. Das Strafgericht in Greyerz sprach ihn des Menschenhandels und sexueller Handlungen mit Kindern für schuldig.

Das Gericht verurteilte den 72-Jährigen außerdem zu einer Geldstrafe von 360 Tagessätzen. Weiters muss sich der Mann einer Psychotherapie unterziehen und den drei Opfern, die im Prozess vertreten waren, eine Entschädigung bezahlen. Das Gericht folgte damit weitgehend dem Strafantrag der Staatsanwaltschaft. Der Mann soll zudem Tausende kinderpornografische Bilder geschossen und in seiner thailändischen Bar die Buben pädophilen Kunden vermittelt haben.

Opfer herabgewürdigt
Er habe die Opfer wie Ware und Sexspielzeug behandelt, sagte die Gerichtspräsidentin. Das Fehlen von jeglicher Schuldeinsicht und die Herabwürdigung der Opfer wiege sehr schwer. Der gebürtige Luzerner war schon 1980 und 1991 in den Kantonen Freiburg und Wallis wegen Missbrauchs von Minderjährigen verurteilt worden. Er flüchtete aus der Schweiz, wurde aber von der Walliser Polizei in Thailand ausfindig gemacht.

Bereits Strafe in der Schweiz abgesessen
Nachdem er seine Strafe in der Schweiz abgesessen hatte, zog er 1996 erneut nach Thailand. Die Buben aus armen Familien soll er durch Geschenke und auch dank der Attraktivität seines Anwesens angelockt haben. Dieses verfügte über ein Schwimmbad. Laut einem Gutachten besteht eine hohe Rückfallgefahr beim Angeklagten und er sei voll schuldfähig.

Der Verteidiger des Angeklagten hatte argumentiert, dass man dem Mann lediglich Pornografie vorwerfen könne. Bei den anderen Vorwürfen fehle es an Beweisen. Es gebe Unsicherheiten und Widersprüche bei den Aussagen der Zeugen. Der Angeklagte selbst sagte im Prozess, er bedauere zutiefst, was vorgefallen sei.

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