So, 22. April 2018

Gefesselt, geknebelt

01.03.2018 06:00

Überfall auf Ärztepaar: „Froh, am Leben zu sein“

Schock für ein Ärztepaar im Wiener Bezirk Penzing: Zwei maskierte Unbekannte überwältigten die beiden Pensionisten, setzten Pfefferspray ein und fesselten die Opfer im Alter von 77 und 73 Jahren mit Klebeband. Das Duo plünderte den Tresor und suchte danach mit Schmuck und Bargeld das Weite. Mit der „Krone“ sprach der 77-Jährige über die bangen Momente.

Gegen 19 Uhr klingelt es an der Tür des Einfamilienhauses in der Ulmenstraße – arglos öffnet der pensionierte Arzt. „Ich dachte, es ist der Nachbar“, so der 77-Jährige zur „Krone“. Ein fataler Irrglaube: Vor ihm standen zwei mit Sturmhauben maskierte Männer. „Sie haben mir Pfefferspray ins Gesicht gesprüht, mich gegen die Mauer im Vorraum gestoßen und mir ein Messer an den Hals gehalten. ,Money, Money!‘, haben sie geschrien.“

„Sie waren unfassbar brutal“
Nachdem der verletzte Mann und seine geschockte Frau (73), wie aufgefordert, den Tresor geöffnet hatten, wurden die Opfer an Händen und Füßen mit Klebeband gefesselt und im Schlafzimmer eingesperrt. „Sie waren unfassbar brutal. Wir hatten Todesangst“, schildert der pensionierte Arzt.

Die Räuber durchsuchten sämtliche Kästen sowie Schränke und flüchteten schließlich mit Geld und Schmuck. „Meiner Gattin ist es gelungen, das Klebeband an den Händen durchzubeißen. Dann hat sie mich mit dem Messer, das die Täter im Zimmer offenbar vergessen haben, befreit.“ Sofort alarmierte das Paar über eine Freisprecheinrichtung die Polizei, die dann die Opfer aus dem versperrten Schlafzimmer befreite.

Kopfverletzung und Schnittwunde am Hals
Der pensionierte Arzt kam mit einer Kopfverletzung und einer Schnittwunde am Hals ins Spital. „Körperlich geht’s mir den Umständen entsprechend gut. Ich bin nur froh, dass wir noch am Leben sind.“ Die Sofortfahndung nach den Räubern verlief erfolglos.

Klaus Loibnegger und Peter Tomschi, Kronen Zeitung

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