Sa, 16. Dezember 2017

"Gesundheitsgefahr"

08.10.2009 10:54

Frankreich will an den Schulen Handys verbieten

In Frankreich soll Schülern der Grund- und Mittelstufe künftig die Nutzung von Mobiltelefonen im Unterricht verboten werden. Der Senat, die zweite Kammer des Parlaments in Paris, hat am Mittwoch einem Umweltschutzgesetz einen entsprechenden Passus hinzugefügt. Handys stellten eine "Gefahr für die Gesundheit" dar, heißt es darin. Die Kammer beschloss zudem ein Verbot für Handy-Werbung, die sich speziell an Kinder unter 14 Jahren richtet. Die Gesetzesnovelle muss noch von der Nationalversammlung verabschiedet werden.

Die Wiener Ärztekammer begrüßte den Beschluss des französischen Senats und fordert eine ähnliche Regelung auch für Österreich ein. Seit Langem verdichteten sich die Hinweise auf mögliche gesundheitliche Gefährdungen durch Nutzung von Mobiltelefonie, vor allem bei Kindern und Jugendlichen. Die Politik habe hier ihre Verantwortung hinsichtlich des Vorsorgegedankens zu erfüllen, betonte der Präsident der Ärztekammer, Walter Dorner.

Auch dem in Frankreich angedachten Verbot für Handy-Werbung kann Dorner viel abgewinnen. Es sei nicht einzusehen, dass sich die Industrie hier einen Markt erschließe, dessen gesundheitsgefährdenden Aspekte derzeit noch nicht wirklich absehbar seien.

"Ich bin überzeugt, dass dem Beispiel Frankreichs bald andere EU-Staaten folgen werden." Es wäre schön, wenn Österreich in Sachen Gefahren durch Mobiltelefonie nicht einen ähnlich unrühmlichen letzten Platz hinsichtlich der Gesundheitsgefährdung in Europa einnehmen würde, "wie dies in Sachen Tabakprävention bereits seit Jahren der Fall ist", so Dorner.

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