Fr, 24. November 2017

Kampusch-Doku

05.10.2009 21:15

Deutsches TV-Team filmte erstmals im Kellerverlies

Natascha Kampusch hat einem deutschen Fernsehteam Einblick in das Haus und das Kellerverlies gewährt, in dem sie achteinhalb Jahre gefangen war. Ihr Sprecher Wolfgang Brunner bestätigte am Montag entsprechende Medienberichte. Die 21-Jährige habe die Produktionsfirma "Securitel" vor rund einem halben Jahre Aufnahmen machen lassen. Dabei sei auch im Verlies gefilmt worden. "Meines Wissens gibt es keine Aufnahmen mit ihr im Haus", sagte Brunner.

Bei dem Film handle es sich um eine TV-Dokumentation, die vom Tag der Entführung bis zur Befreiung vieles schon Gesagte zusammenfasse, erklärte der Sprecher. Inhaltlich sei die Produktion wie die bereits ausgestrahlte ORF-Dokumentation angelegt. Der Unterschied sei nur, dass bei einzelnen Szenen auch im Haus gedreht worden ist.

Doku im Jänner im Fernsehen
Die Dokumentation existiert in einer rund 40-minütigen sowie einer einstündigen Fassung und soll Ende Jänner 2010 erstmals im deutschen Fernsehen auf NDR und ARD zu sehen sein, so Brunner. "ZDF Enterprise" habe die internationalen Vermarktungsrechte inne und stelle die Produktion derzeit Fernsehanstalten bei der Fachmesse "Mipcom" in Cannes vor. Natascha Kampusch sei an den Wiederverkaufsrechten beteiligt. Welche Summe sie bekommt, stehe noch nicht fest.

Geld sei aber nicht das Motiv für die Drehgenehmigung im Haus gewesen, betonte Brunner: "Der Drehbuchautor und Interviewer bemühte sich seit der Flucht um die Genehmigung, aus der Distanz rückblickend ein Porträt von Frau Kampusch zu machen." Der Mann habe einen sehr umfassenden Zugang präsentiert und sei sehr behutsam mit der 21-Jährigen umgegangen.

Der Fall Kampusch
Natascha Kampusch wurde im Alter von zehn Jahren in Wien auf dem Schulweg entführt und über acht Jahre von ihrem Peiniger Wolfgang Priklopil in einem Kellerverlies in Strasshof gefangen gehalten. Im August 2006 gelang ihr aus eigener Kraft die Flucht, ihr Kidnapper nahm sich daraufhin das Leben.

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