Sa, 21. Oktober 2017

Versuchter Mord

05.10.2009 16:02

Auf Streitschlichter eingestochen – sieben Jahre Haft

Am Montag ist am Landesgericht Salzburg ein 21-Jähriger wegen versuchten Mordes zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Er hatte einem 26-jährigen Diskobesucher im März vor dem "Atrium West" in Wals fünf Messerstiche versetzt, weil dieser einen Streit zwischen ihm und seiner Freundin hatte schlichten wollen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Die Bluttat ereignete sich am 8. März gegen 4 Uhr früh. Die Freundin des 21-jährigen Angeklagten schrie den Streitschlichter an, er solle sich nicht einmischen, und schlug ihm ins Gesicht. Danach zückte ihr Freund ein Butterfly-Messer und rammte es dem Opfer mehrmals in den Oberkörper. Die Stiche erfolgten laut Staatsanwalt Karl Rene Fürlinger zum Teil mit großer Wucht. Das Opfer musste damals notoperiert werden.

Die Anklage lautete auf Mordversuch, der vorbestrafte Beschuldigte gestand aber "nur" eine absichtlich schwere Körperverletzung ein. Der "Friedensstifter" habe sich sehr aggressiv verhalten, rechtfertigte sich der Täter. "Ich habe ihn nicht töten, sondern nur meine Freundin beschützen wollen." Verteidiger Kurt Jelinek wies auf die schwere Kindheit seines Mandanten hin. Bereits als Zwölfjähriger sei er mit Drogen und Alkohol in Kontakt gekommen.

Das Urteil des Geschworenengerichts (Vorsitz: Richter Andreas Posch) ist nicht rechtskräftig, weil weder Staatsanwalt noch Verteidiger eine Erklärung abgaben. Der Strafrahmen für Mordversuch beträgt bei jungen Erwachsenen fünf bis 20 Jahre Haft.
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