Fr, 20. Oktober 2017

Es kann jeden treffen

05.10.2009 15:09

Olivia Newton-John kämpft in Wien für Brustkrebsvorsorge

Die vor allem durch den Film "Grease" bekannt gewordene Schauspielerin und Sängerin Olivia Newton-John kämpft seit Jahren für Brustkrebs-Vorsorge - am Montag tat sie dies auch in Wien: "Je früher man Veränderungen an der Brust feststellt, desto besser sind die Heilungschancen", erklärte die 61-Jährige im Krankenhaus Hietzing. "Wenn man sich selbst liebt, dann macht man auch regelmäßig eine Selbstuntersuchung."

Die heute in Los Angeles lebende Künstlerin erkrankte 1992 selbst an Brustkrebs: "Da bin ich natürlich sehr glücklich, dass ich so viele Jahre später gesund bin", sagt Newton-John. "Seither achte ich besonders auf mich. Aber das tat ich eigentlich schon immer: Ich ernährte mich gesund, machte Sport und ich rauche nicht - es kann also jeden treffen. Deshalb muss man vorsichtig sein und regelmäßige Check-ups machen."

Tasthilfe für die Selbstuntersuchung
In einer Pressekonferenz rief die 61-Jährige Frauen dazu auf, beim Ertasten eines möglichen Knotens in der Brust sofort zum Arzt zu gehen und nicht zu ängstlich dafür zu sein. Sie präsentierte eine Tasthilfe für die Selbstuntersuchung: Das herzförmige "LivTastpad" soll Knoten in der Brust wie eine Lupe vergrößern und so die Untersuchung erleichtern. Umringt von Autogrammjägern und Fans ließ sich die Schauspielerin das Krankenhaus zeigen. Schließlich sprach sie betroffenen Patientinnen im Spital noch Mut zu und wohnte einer Mammografie bei.

Kampf für bessere Vorsorge
Im Zuge ihrer Erkrankung vor rund 17 Jahren wurde Newton-John zur vehementen Protagonistin einer verbesserten Vorsorge: So gibt es in Melbourne in Australien ein "Olivia Newton-John Cancer Centre", das zu einem guten Teil aus von der 61-Jährigen aufgetriebenen Spendengeldern finanziert wird. Aus ihrem Privatvermögen wendete die Schauspielerin bisher mehr als zehn Millionen US-Dollar (6,83 Mio. Euro) für öffentliche Aktionen zur Brustkrebs-Vorsorge auf.

Der Präsident der Österreichischen Krebshilfe nahm den Besuch der Künstlerin wahr, um die rasche Umsetzung eines flächendeckenden Mammografiescreening-Programms zu fordern. Rund 5.000 Frauen erkranken jährlich in Österreich an Brustkrebs. Jede achte bis zehnte Frau wird im Laufe ihres Lebens mit der Diagnose konfrontiert.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).