Sa, 18. November 2017

Unter Verdacht

03.10.2009 10:24

„Vollstrecker“ soll bei Abrechnungen gemogelt haben

Da muss ein Nest sein! Innerhalb von drei Jahren hat Mondsee den dritten mutmaßlichen Kriminalfall bei Polizei und Bezirksgericht. Aktuell ermittelt die Korruptions-Staatsanwaltschaft gegen einen Exekutor, der Fahrtspesen falsch abgerechnet haben soll. Und ein Polizist soll ja bekanntlich Strafzettel gefälscht haben.

Es sind drei Freunde, die betroffen sind. Die aktuellsten Ermittlungen laufen gegen einen Exekutor (44) des Bezirksgerichts, der angeblich bei den Reisekosten geschummelt haben soll. Es gibt ein Disziplinarverfahrens des Oberlandesgerichtes Linz, und eine Sachverhaltsdarstellung ging an die Korruptions-Staatsanwaltschaft in Wien. „Es geht laut derzeitigem Kenntnisstand um einige tausend Euro“, so Friedrich Koenig, Sprecher der „Korruptions-Jäger“. Der Exekutor wurde in den Innendienst versetzt, wollte sich gegenüber der „Krone“ allerdings nicht äußern.

Aber in Mondsee recherchieren auch Ermittler des Büros für interne Angelegenheiten der Polizei. Wie berichtet, wird ein Beamter beschuldigt, bei Organmandaten mehr kassiert als abgerechnet zu haben. Die Fahnder klappern jetzt anhand der Strafzettel-Blocks abgestrafte Verkehrssünder ab. Doch viele wissen nicht mehr, wie viel sie damals an den Inspektor bezahlt haben. Für den Polizisten (45) – der weiter suspendiert ist – und den Exekutor gilt die Unschuldsvermutung. Ein Freund des Duos hat inzwischen seine Strafe abgesessen. Der reuige Mondseer Gerichtsbeamte hatte 15 Jahre lang Gebühren auf sein Konto einzahlen lassen und 887.000 € abgezweigt.

von Markus Schütz, „OÖ-Krone“

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