Fr, 20. April 2018

Genug Unterstützer

14.02.2018 13:38

Frauenvolksbegehren: Erste Hürde souverän genommen

Die Initiatoren des Frauenvolksbegehrens haben genug Unterstützungserklärungen gesammelt. Bereits am zweiten Tag sei die Schwelle von etwas mehr als 8000 notwendigen Unterzeichnern überschritten worden, teilte Sprecherin Andrea Hladky am Mittwoch mit. Damit kann das Volksbegehren tatsächlich durchgeführt werden.

"Wir sind total überwältigt von dieser Welle an Zuspruch", kommentierte Hladky via Aussendung die für die Initiatoren positive Nachricht aus dem Innenministerium. Dennoch sei es wichtig, dass der Strom an Unterstützung nicht abreiße. Bis 12. März ist es noch möglich, Unterstützungserklärungen abzugeben. Diese werden gleichzeitig auch als Stimme für die Eintragungswoche gezählt.

Zahlreiche Forderungen
Der Forderungskatalog des Frauenvolksbegeherns deckt die Bereiche Arbeit und Wirtschaft, Familie und Gesundheit sowie politische Teilhabe und Mitsprache ab. Ziele sind unter anderem volle Lohntransparenz, die Koppelung öffentlicher Auftragsvergaben und Förderungen an Aktivitäten zur Gleichstellung im Betrieb oder Maßnahmen zum Abbau von Einkommensunterschieden. Gefordert wird weiters eine schrittweise Arbeitszeitverkürzung auf 30 Stunden pro Woche bei Lohn- und Personalausgleich sowie ein staatlich garantierter Anspruch auf Unterhaltsvorschuss, solange Familienbeihilfe bezogen wird. Dieser Betrag soll außerdem an angemessene Regelbedarfssätze angepasst werden.

Kinderbetreuungseinrichtungen sollen mit einer Vollzeitberufstätigkeit vereinbar sein, und für alle Medien, die sich in der Blattlinie zu einer geschlechtersensiblen, klischeefreien Berichterstattung bekennen, soll es einen Presseförderungsbonus geben. Weiters gefordert wird der bundesweite Ausbau von staatlich finanzierten, kostenfreien Einrichtungen und Beratungsstellen für gewaltbetroffene Frauen.

Wie berichtet, wird kein weibliches Regierungsmitglied der türkis-blauen Koalition die Forderungen unterschreiben.

 krone.at
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