Fr, 20. April 2018

Obduktion ergab:

14.02.2018 06:30

Tödlicher Leber-Riss war nicht mehr behandelbar!

„Der Leberriss war nicht mehr behandelbar. Das hat die gerichtsmedizinische Obduktion ergeben. Die Verletzungen waren so massiv, dass auch die Spitalsärzte nichts mehr machen konnten“ – so das noch inoffizielle Obduktionsergebnis von Susanne B. (52) aus Gramastetten. Die Psychologin war in Saalbach-Hinterglemm nach der Kollision mit einem Snowboarder gestorben.

Die renommierte Psychologin und Buchautorin Susanne B. aus Gramastetten war, wie berichtet, beim Skifahren in Saalbach-Hinterglemm mit einem 19-jährigen holländischen Snowboarder auf der Skipiste zusammengekracht. Während der junge Urlauber unversehrt blieb, erlitt die 52-Jährige schwerste innere Verletzungen. Der Zusammenstoß geschah gegen 16 Uhr. Susanne B. kam um 16.55 Uhr ins Krankenhaus Zell am See. Um 17.25 Uhr konnten die Ärzte nur noch den Tod feststellen. Beim Ultraschall waren im Bauchraum zwei Liter Flüssigkeit gesehen worden, deshalb wurde bei Erstdiagnose auf Riss eines inneren Organs „getippt“.

Ärzte haben keine Schuld
Das stellte sich nun bei der gerichtsmedizinischen Obduktion in Salzburg als richtig heraus. Das Obduktionsergebnis spricht auch die Ärzte von jeder Schuld frei, lassen Polizeikreise verlauten: „Die inneren Verletzungen waren so massiv, dass der Leberriss nicht mehr behandelbar war. Die arme Frau hatte einfach keine Überlebenschance.“Gerichtlicher Gutachter war an der Unfallstelle Bereits am Samstag, also am Tag nach dem Unfalldrama, wurde der junge Holländer befragt und die Unfallstelle von einem Gutachter besichtigt. Die Alpinpolizei in Kaprun ermittelt nun wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung.

Schicksalsschlag kam aus heiterem Himmel
Für die Trauerfamilie – Susanne B. hinterlässt ihren Mann und einen erwachsenen Sohn – ändern diese juristischen Abläufe freilich wenig. Solche Schläge aus heiterem Himmel kann man nur erdulden.

Christoph Gantner, Kronen Zeitung

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