Do, 22. Februar 2018

Familienzwist

13.02.2018 10:43

Inspektor Florian Binder (27)

Die Entschlossenheit von Florian Binder bewahrt eine junge Afghanin und ihren Eltern vor schweren Verletzungen, möglicherweise vor dem Tod.

Ihr Bruder war volltrunken nach Hause gekommen und randaliert. Er schreit, schlägt um sich und bedroht die Familie mit dem Umbringen. Binder wird zum Ort des Geschehens in die Seestadt Aspern beordert. Der Inspektor schlüpft durchs kleine Vorzimmer und postiert sich gezielt zwischen dem Tobenden und den Bedrohten. Plötzlich blitzt ein Messer auf. Der Afghane stürmt los, die 10 Zentimeter lange Stichwaffe in der geballten Faust über seinen Kopf und will sich auf die Schwester stürzten.

Der Uniformierte reagiert schnell. Reflexartig umfasst er den Arm des Angreifers, entreißt ihm das scharfe Messer und versetzt ihm einen Handballenstoß. Der Aggressor ist kurzfristig außer Gefecht, leistet aber bei der Festnahme noch heftigen Widerstand. Zum Glück überstehen alle Beteiligten den Einsatz unverletzt.

Binder fängt 2013 nach AHS-Matura und einem Abstecher auf der Uni für Bodenkultur mit der Polizeischule an. Heute ist der 27-Jährige in der PI Langobardenstraße tätig. Sein Rayon umfasst die Lobau, Stadlau, die Donauinsel und Teile Asperns. „Ich mache meine Arbeit sehr gerne. Der Preis bedeutet für mich die größte Ehre.“ In seiner Freizeit spielt der gebürtige Niederösterreicher Flügelhorn in einer Musikkapelle und engagiert sich in der freiwilligen Feuerwehr seines Heimatortes.

Kronen Zeitung

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