Fr, 23. Februar 2018

E-Mobilität

13.02.2018 06:20

Ab 2019 flitzen Busse ohne Fahrer durch Leonding

Selbstfahrende Autos sind längst keine Utopie mehr. Dennoch wäre es für Oberösterreich ein technologischer Meilenstein! In Leonding sollen als Zusatzangebot im öffentlichen Verkehr Busse ohne Fahrer ihren Dienst aufnehmen. Geht es nach Stadtchef Walter Brunner (SPÖ), der das Projekt vorantreiben will, bereits ab kommendem Jahr.

Kein Fahrer! Detektoren an der Stoßstange des Busses sind für die Erkennung von Hindernissen zuständig, ein Echtzeitlaserscanner auf dem Dach für die Lokalisierung. Was auffällt: Der Scheibenwischer ist deutlich kleiner als der eines Autos. Aber kein Wunder, braucht der kleine Transporter ja auch lediglich freie Sicht für die Kameralinse, dank der das elektrobetriebene Gefährt sich gekonnt und völlig autonom durch die Straßen manövriert. Was in Salzburg und zuletzt auch in Wien – in der Seestadt Aspern – getestet wurde, soll nun auch in Oberösterreich Realität werden. Leonding soll Pilotregion und Teststrecke für das autonome Fahren im öffentlichen Verkehr werden.

Als Zubringer zur Straßenbahn
„Das wäre eine tolle Sache für unsere Stadt! Außerdem hätten wir die perfekten Voraussetzungen dafür“, zeigt sich SP-Bürgermeister Walter Brunner von der Idee mehr als angetan. Der selbstfahrende Bus könnte Leondings Nord-Süd-Achse verstärken und in kurzen Intervallen als Zubringer zur Straßenbahn dienen. „Unser Standortmarketing arbeitet auf Hochtouren, dieses Projekt in die Tat umzusetzen“, so Brunner.

Gute Gespräche mit Verkehrslandesrat
Und die Chancen dafür scheinen gut zu stehen. Denn man ist als Testregion im Forschungsprojekt der Universität Innsbruck zum Thema „Autonomes Fahren“ und laut dem Leondinger Stadtchef gab es hinsichtlich der Realisierung auch bereits gute Gespräche mit FP-Verkehrslandesrat Günther Steinkellner. Auch die Linz Linien sollen dem Projekt positiv gegenüber stehen.

Mario Ruhmanseder, Kronen Zeitung

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