Mo, 26. Februar 2018

Im Winter 6000 Unfälle

11.02.2018 23:37

Auf Tirols Pisten lauert Verletzungsteufel

Vom Pistenspaß direkt in die Unfallambulanz – in Tirol leider keine Seltenheit! Pro Wintersaison ereignen sich hierzulande im Schnitt rund 6000 Ski- und Snowboardunfälle mit Verletzten. Zu den Hauptursachen zählen Raserei und Selbstüberschätzung. Erfreulich: Der Großteil der Wintersportler trägt mittlerweile einen Helm.

Endlich Ferien! Und zwar nicht nur in Tirol, sondern auch in drei anderen Bundesländern und in Teilen Deutschlands – unter anderem in Bayern und in Baden-Württemberg. Heißt also: Auf den heimischen Pisten wird in den nächsten Tagen und Wochen (die Niederländer folgen ja auch noch) sprichwörtlich die Hölle los sein. Und das wiederum bedeutet: Zahlreiche Unfälle!

Pro Wintersaison sind es in Tirol üblicherweise rund 6000, heißt es von Seiten des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV). In 5100 Fällen sind Skifahrer betroffen, bei den übrigen 900 handelt es sich um Snowboarder.

Schnellere Lifte, mehr Zeit auf der Skipiste
Ursachen für teils schwere Skiunfälle sind in den meisten Fällen nach wie vor Selbstüberschätzung und zu hohe Geschwindigkeiten. Generell gilt: Das Fahrverhalten sollte unbedingt immer an das eigene Können angepasst werden. Außerdem sollten regelmäßig Pausen eingelegt werden. In diesem Zusammenhang sei laut KFV-Experten vor allem der technische Fortschritt nicht zu unterschätzen. Denn: Die Lifte werden immer schneller und die Beförderungskapazitäten immer größer. Dies hat zur Folge, dass der Skifahrer und Snowboarder inzwischen wesentlich mehr Zeit auf der Piste verbringt. Vorbei also die Zeiten, als man sich noch während der schier endlos langen Liftfahrten erholen konnte.

Aufprall bei 66 km/h wie 17-Meter-Absturz
Wer kennt sie nicht, die Pisten-Rowdys? Manche brettern teils mit unfassbaren Geschwindigkeiten ins Tal. Laut KFV erreicht rund die Hälfte der Skifahrer regelmäßig Spitzenwerte von mehr als 66 km/h. Und das kann ganz schön gefährlich werden. „Wenn man mit 66 km/h ungeschützt und ungebremst gegen ein hartes Hindernis wie zum Beispiel einen Baum fährt, entspricht dieser Aufprall ungefähr einem Sturz aus 17 Metern Höhe. Das wäre der fünfte Stock eines Gebäudes.“

Positiv ist, dass die meisten Wintersportler ihr Köpfchen mittlerweile mit einem Helm schützen. Bei den Skifahrern beträgt der Anteil 89 Prozent, die Snowboarder hinken mit 82 Prozent noch etwas hinten nach.

Hubert Rauth
Hubert Rauth
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