Mo, 23. April 2018

Admira-Sieg im Video

11.02.2018 21:30

„Richtig schlecht!" Rapid verliert durch Eigentor

Rückschlag für Rapid: Die Wiener mussten sich nach einer schwachen Vorstellung im Sonntagsspiel der Bundesliga bei der Admira mit 1:2 geschlagen geben. Den Führungstreffer für die Admira erzielte der erst 18 Jahre alte Marco Hausjell, der sein erstes Bundesliga-Spiel bestritt. Philipp Schobesberger gelang mit einem sehenswerten Weitschuss-Tor der Ausgleich. Ein Eigentor in der letzten Minute stieß Rapid ins Jammertal.

„Richtig schlecht“, so analysierte der beste Mann bei Rapid, Philipp Schobesberger, die erste Halbzeit, in der die Hütteldorfer gar nicht ins Spiel fanden. Gegen eine junge und ersatzgeschwächte Admira-Mannschaft fand man kein Mittel, war offensiv nahezu über das ganze Spiel harmlos. Joelinton vergab wieder einige „Sitzer“, in Minute 90 sogar den Matchball beim Stand von 1:1. Wenige Sekunden später traf Kollege Mario Pavelic ins eigene Tor. Vor allem Joelinton und sein Offensiv-Kollege Veton Berisha zeigten eine desaströse Leistung, erwischten einen rabenschwarzen Tag. Rapid liegt nur noch einen Punkt vor den viertplatzierten Südstädtern.

Neu formierte Admira
Die Admiraner mussten aufgrund weiterer Ausfälle mit einer völlig neu formierten Truppe spielen. Tormann Andreas Leitner fehlte wegen einer Grippe-Erkrankung, Fabio Strauss verletzungsbedingt. Mit dem von Augsburgs zweiter Mannschaft gekommenen 22-jährigen Linksverteidiger Jonathan Scherzer und Mittelfeldspieler Hausjell gaben gleich zwei Talente ihr Ligadebüt. Der 20-jährige Wilhelm Vorsager (2 Spiele) und der 19-jährige Pascal Petlach (5 Spiele) haben nur etwas mehr Erfahrung, sie standen beide zum zweiten Mal in ihrer Karriere in der Startelf.

Auf dem Feld merkte man den Hausherren die personell triste Situation keinesfalls an, sie machten in den ersten 45 Minuten den besseren Eindruck, wirkten auch eingespielter als der ebenfalls ersatzgeschwächte Gegner. Torgefahr strahlten nur die Admiraner aus. Sasa Kalajdzic verzog vom Sechzehner aus bester Einschuss-Position (16.) und fand nach einer Zwierschitz-Hereingabe seinen Meister in Rapid-Tormann Richard Strebinger (43.).

Die Hütteldorfer brachten in der Offensive nichts zustande, wirkten ideenlos und blieben auch ohne Schuss aufs Tor. Nach dem Seitenwechsel konnten sich die Wiener steigern, hatten deutlich mehr Tempo im Spiel, dominierten das Geschehen gegen rein in der Defensive gedrückte Südstädter und drängten auf die Führung. Veton Berisha kam nach einem Joelinton-Kopfball im Strafraum zum Abschluss, schoss aber Tormann Manuel Kuttin, der sein Liga-Saisondebüt gab, an (50.). Bei einem Schuss von Pavelic fehlte nicht viel (60.).

Hausjell trifft bei Debüt
Die Südstädter machten ihre Sache besser, legten aus dem Nichts heraus vor. Kalajdzic wurde im Strafraum von mehreren Rapid-Akteuren nicht richtig attackiert, sein Zuspiel brachte Hausjell mit einem Flachschuss im langen Eck unter (69.). Sonst spielte nur Rapid. Bei einem Heber von Thomas Murg rettete Markus Lackner per Kopf vor der Linie (73.), bei einem Auer-Abschluss war Kuttin auf dem Posten (77.). Murg ließ einen weiteren Sitzer aus, setzte den Ball aus guter Position drüber (80.).

Jubeln durfte Rapid trotzdem noch einmal. Schobesberger nahm sich aus mehr als 20 Metern ein Herz und traf mit viel Gefühl via Innenstange ins Eck (86.). Es war sein viertes Saisontor. Während Joelinton per Kopf den oben angesprochenen "Matchball" ausließ, waren die Gastgeber im Gegenzug glücklicher. Einen Grozurek-Freistoß beförderte Pavelic per Kopf ins eigene Tor (92.). Es war somit ausgleichende Gerechtigkeit für die Admiraner, die zuletzt beim 1:2 gegen Salzburg ein Last-Minute-Gegentor kassiert hatten. Sie untermauerten ihre Heimstärke mit dem vierten Sieg in Maria Enzersdorf in Folge.

Endstand
FC Admira - SK Rapid Wien 2:1 (0:0)
Maria Enzersdorf, BSFZ-Arena, 3.200, SR Heiß
Tore: 1:0 (69.) Hausjell, 1:1 (86.) Schobesberger, 2:1 (92.) Pavelic (Eigentor)
Admira: Kuttin - Zwierschitz, Lackner, Petlach, Scherzer - Vorsager (62. Maier), Ebner - Hausjell (72. Merkel), Kalajdzic, Grozurek - Jakolis (87. L. Malicsek)
Rapid: Strebinger - Pavelic, M. Hofmann, Galvao, Auer - Petsos (82. Kvilitaia), Ljubicic - Ve. Berisha (66. Szanto), Murg, Schobesberger – Joelinton
Gelbe Karten: keine bzw. Pavelic

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