So, 18. Februar 2018

„Hatten keine Chance“

11.02.2018 20:34

Passagierflugzeug bei Moskau abgestürzt: 71 Tote

Ein russisches Passagierflugzeug der Fluglinie Saratov Airlines mit 71 Menschen - 65 Passagieren und sechs Crewmitgliedern - an Bord ist am Sonntag nahe Moskau abgestürzt. Die Maschine vom Typ An-148 sei laut Angaben der Behörden zehn Minuten nach dem Start vom Flughafen Domodedowo vom Radar verschwunden. Rettungskräfte teilten mit, dass es keine Überlebenden gibt.

Die Maschine war von Moskau in die Stadt Orsk unterwegs. Nach Angaben der Nachrichtenagenturen Interfax und Tass berichteten Augenzeugen aus dem Dorf Argunowo von einem brennenden Flugzeug, das vom Himmel gefallen sei.

"Das Flugzeug soll nahe Argunovo in der Oblast Moskau abgestürzt sein", berichtete eine Quelle der auf den Flugverkehr spezialisierten Nachrichtenplattform airlive.net. "Die Crew und die Passagiere hatten keine Chance", hieß es weiter. Der russische Zivilschutz bestätigte, dass es keine Überlebenden gebe und Tote und Trümmerteile rund 40 Kilometer von Moskau entfernt gefunden wurden. Die Wrackteile sollen über einen Radius von einem Kilometer verstreut sein.

Maschine verlor rasant an Höhe
"Flightradar24" berichtete via Twitter, dass das Flugzeug, kurz bevor es vom Radar verschwand, rasant an Höhe verloren hatte. Innerhalb von einer Minute sei die Maschine von 1900 Metern auf 975 Meter abgefallen.

Hubschrauber an Crash beteiligt?
Wie die russische Nachrichtenplattform "Meduza" berichtet, sollen auch Wrackteile eines Hubschraubers am Unglücksort gefunden worden sein. Demzufolge sei ein Helikopter der russischen Post an dem Crash beteiligt gewesen. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es nicht.

Die Behörden teilten lediglich mit, dass ein Strafverfahren eingeleitet wurde, um mögliche Verstöße gegen Flugsicherheitsvorschriften aufzudecken. Interfax zufolge würden im Verkehrsministerium unter anderem schlechtes Wetter oder ein Pilotenfehler als Absturzursachen in Erwägung gezogen. 

Vier Abstürze binnen acht Jahren in Russland
Insgesamt gab es in Russland seit 2010 mindestens vier schwere Unglücke ziviler Verkehrsmaschinen mit zusammen mehr als 240 Todesopfern. Der letzte Absturz ereignete sich im März 2016. Damals stürzte eine Boeing 737-800 aus Dubai bei Sturm auf den Flughafen der Millionenstadt Rostow am Don. Die Maschine des Billigfliegers FlyDubai zerschellte in einem Feuerball. Alle 62 Menschen an Bord starben.

Zweieinhalb Jahre zuvor war eine Boeing 737-500 beim Anflug auf die russische Stadt Kasan hart auf der Landebahn aufgeschlagen und in Flammen aufgegangen. Es gab keine Überlebenden, 50 Menschen starben.

 krone.at
Redaktion
krone.at
Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden