Fr, 20. April 2018

Von Kurden getroffen?

10.02.2018 20:22

Türkischer Hubschrauber abgestürzt: Soldaten tot

Ein türkischer Militärhubschrauber ist am Samstag im Nordwesten Syriens beim Einsatz gegen kurdische Milizen abgestürzt. Zwei Soldaten kamen dabei ums Leben. Die türkische Armee teilte mit, es seien Untersuchungen zur Absturzursache in der Region Afrin eingeleitet worden. Präsident Recep Tayyip Erdogan geht bereits davon aus, dass der Helikopter von Kämpfern der Kurdenmiliz YPG abgeschossen wurde. Erdogan drohte, die Verantwortlichen würden einen hohen Preis bezahlen.

Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim kommentierte den Zwischenfall noch etwas vorsichtiger. Er meint, die Ursache des Absturzes sei nicht vollständig klar. Allerdings wurde die Version des türkischen Staatschefs von einer Meldung der YPG untermauert. Darin gab ein Sprecher der Kurdenmiliz bekannt, dass Kameraden von ihm den Hubschrauber "eliminert" hätten. Seit Beginn der türkischen Operation in dem Gebiet vor drei Wochen wäre es das erste Mal, dass ein türkischer Hubschrauber abgeschossen wurde.

Türkische Truppen und syrische Verbündete gehen in der Region gegen die YPG vor. Ankara betrachtet die YPG als syrischen Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK. Die Türkei hatte mit ihrer Offensive in Afrin eine weitere Front in dem Syrien-Konflikt eröffnet. 

In dem seit fast acht Jahren andauernden Bürgerkrieg haben die Truppen von Präsident Bashar al-Assad mit Hilfe ihrer russischen und iranischen Verbündeten zwar klar die Oberhand gewonnen, doch in den verbliebenen Rückzugsorten der Aufständischen kommt es immer wieder zu Kämpfen und Luftangriffen. 

 krone.at
krone.at

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen

Für den Newsletter anmelden