Di, 24. April 2018

Immer mehr Zuschüsse

11.02.2018 07:01

Was die Stadt für den Bus zahlt

„Es muss sich beim O-Bus etwas ändern“, ist Vizebürgermeister Bernhard Auinger überzeugt. Auf der einen Seite: Immer mehr Kritik am ausgedünnten Fahrplan. Im Gegensatz dazu: Die Zuschüsse der Stadt für den Betrieb stiegen von 2001 bis 2016 um nicht weniger als 31 Prozent.  Dazu: Millionen für Investitionen.

Wer fahren will, muss zahlen! Das gilt nicht nur für die Passagiere, sondern auch für die Stadt. In einem Bericht der Magistratsdirektion werden jetzt die immer höher werdenden Zuschüsse der Stadt an die Salzburg AG aufgelistet, damit diese das O-Bus-Netz betreiben kann.
So sind für das Jahr 2018  insgesamt 6,7 Millionen Euro im außerordentlichen Haushalt als Investitionszuschuss budgetiert, 2019 sollen es zwei Millionen sein und im Jahr darauf 2,15 Millionen.

Das Kontrollamt prüfte die Finanzierung der Öffis durch die Stadt letztmalig im Jahr 2011 und nun kam man darauf:
- 2012 fuhren 102 Obusse und 63 Albusse
- 2016 waren es 103 Obusse und 68 Autobusse
- Die Tarife erhöhten sich in zehn  Jahren um beinahe 14 Prozent

Doch die Salzburg AG beruft sich verstärkt auf die Bestimmungen des Vertrages über die Verlustabdeckung, wonach Leistungen, welche über das Angebot des Jahres 1999 hinausgehen, zusätzlich zu beauftragen sind. Sonst werde die Kilometerleistung zurück gefahren.
Diese Zusatz-Bestellungen schlugen sich mit 682.000 Euro zu Buche.

Immer mehr Politiker meinen, es sei wohl einfacher, die Verkehrsbetriebe selbst zu betreiben, als sich für die Einsparungen und den reduzierten Takt in den Sommerferien von der Bevölkerung prügeln zu lassen.
Im umstrittenen Vertrag heißt es: Die Zuschussverpflichtung der Stadt . . . endet, wenn die Salzburg AG die Verkehrsbetriebe nicht mehr betreibt.
Vizebürgermeister Auinger überlegt sich gravierende Lösungen, denn:

2011 gab es 6.695.226 Fahrplankilometer. 2016 waren es 6.830.374.

Hans Peter Hasenöhrl

 krone.at
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